Thüringen : Flugzeug rast in Menschenmenge - mindestens eine Tote

Tragödie auf einem Flugplatz im thüringischen Eisenach: Während eines Festes schlittert ein Flieger von der Startbahn und rast auf einen Imbiss zu. Eine Frau stirbt, mehrere Menschen werden schwer verletzt.

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Von der Imbissbude ist nichts übrig: Eine Frau verliert bei dem Unglück ihr Leben. -Foto: ddp

EisenachEin Propellerflugzeug ist am Samstag bei einer Flugschau in Eisenach in eine Menschenmenge gerast und hat eine 45 Jahre alte Frau in den Tod gerissen. Nach Angaben der Polizei wurden 15 weitere Menschen verletzt, drei von ihnen schwer. Der Start der Maschine war aus bisher ungeklärter Ursache misslungen, so dass sie über das Rollfeld des Flugplatzes Eisenach-Kindel hinaus in einen Verkaufsstand raste.

Die Verkäuferin der Zuckerwatte-Bude starb noch am Unfallort. Der Pilot und zwei weitere Zuschauer erlitten schwere Verletzungen. Unter den leicht verletzten Opfern sind auch zwei neun und 14 Jahre alte Kinder. Noch am Abend traf die Flugsicherung am Unglücksort ein und begann mit der Suche nach der Ursache. Die Flugschau wurde für Sonntag abgesagt.

Mehr als 30 Jahre altes Flugzeug

Nach Berichten von Augenzeugen sollte die Propeller-Maschine um 15.54 Uhr starten. Es handelte sich um einen mehr als 30 Jahre alten Flugzeug-Oldtimer, der zu DDR-Zeiten als Agrarmaschine eingesetzt wurde. Dem Programm des Flugplatzfestes zufolge sollte der Pilot die besonderen Fähigkeiten eines Agrarflugzeuges demonstrieren. "Beim Start sah es dann so aus, als sei plötzlich ein Reifen geplatzt", sagte die Betreiberin der Flughafengaststätte, Cornelia Stötzer. Das Flugzeug sei ins Trudeln geraten. "Es hob noch kurz einige Meter vom Boden ab, kam aber nicht mehr auf Höhe und raste dann völlig außer Kontrolle in den Zuckerwatte-Stand", schilderte Stötzer.

Die Opfer standen nach Polizeiangaben an der Bude am Rand des Sportflugplatzes, als die Maschine verunglückte. Zuschauer berichteten, dass unter den Schwerverletzten auch ein Kind sein soll. Das konnte die Polizei am Abend aber nicht bestätigen. Auch zum Zustand der Überlebenden machten die Behörden zunächst keine genaueren Angaben. Ein Kinderkarussel neben dem Unfallort war zu der Zeit wegen eines technischen Defektes nicht in Betrieb. Neben der Feuerwehr war auch ein Hubschrauber im Rettungseinsatz.

Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) reagierte betroffen auf die Unglücksnachricht und bedankte sich bei allen Helfern. (mfa/dpa)  

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