Welt : Tobias und der Engel: Mädchen-Mancherlei

Rolf Brockschmidt

Martina, acht Jahre alt, hat es nicht leicht. Ihre Eltern geben ihr zu verstehen, dass sie nicht unbedingt ein Wunschkind war, Streit in der Familie ist an der Tagesordnung. Fürchterliche Zustände für eine Kinderseele, wäre da nicht der Großvater, der voller Menschlichkeit, Sensibilität und philosophischer Begabung Halt und Orientierung bietet. Bei ihm kann sie sich über die Fußtritt-Sätze der Eltern aussprechen, lernt die Sprache der Dinge und darf Kind, ja sogar der Hund Tobias sein, der sich alles traut.

Susanna Tamaro schildert in ihrem ersten Kinderbuch "Tobias und der Engel" ein Mädchen, das sich seine Gedanken über die Welt, die Zukunft und die Erwachsenen macht. Tamaro gelingt es vorzüglich, das Gefühl des Nichtverstandenwerdens in eine abenteuerliche und zugleich poetische Geschichte zu kleiden. Denn eines Tages kommt der Großvater nicht mehr, und Martina reißt aus. Tamaro erzählt von einer Bildungsreise voller Überraschungen - man muss das Glück nur suchen, dann wird man es auch finden, jeder auf seine Weise.

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