Tod eines Rottweilers : Erschossener Hund empört Tierschützer

Videos zeigen, wie ein Polizist in Kalifornien einen Rottweiler erschießt. Amerikanische Tierschützer protestieren. Sehen Sie hier die beiden Videos des Geschehens, die Passanten drehten.

Torben David
Der Hund fällt den Polizisten an, der greift zu Pistole und schießt.
Der Hund fällt den Polizisten an, der greift zu Pistole und schießt.Foto: Screenshot

Die Vorgänge um einen in den USA von der Polizei erschossenen Rottweiler verursachen große Aufregung im Internet. Zuvor waren zwei Videos des Vorfalls auf Youtube aufgetaucht, die innerhalb weniger Stunden bis zu fünf Millionen Klicks generierten. Die Polizei im kalifornischen Hawthorne hatte am Sonntag einen Rottweiler erschossen, nachdem die Polizisten den Besitzer des Hundes in Gewahrsam nehmen wollten. Der Hundebesitzer, Leon Rosby, hatte zuvor als Schaulustiger, zunächst mit seinem Hund an der Leine, die Geschehnisse um einen vorhergegangenen Raubüberfall mit seiner Handykamera gefilmt. Im Gegensatz zu anderen Schaulustigen wagte sich Rosby allerdings näher an das Geschehen heran und beschimpfte die Polizisten, wie in einem Video zu sehen und zu hören ist.

Tod des Rottweilers führt zu Protestaktionen von Hundeliebhabern

Als die Polizei schließlich auf ihn zukam, weil er die Polizeiarbeit behinderte, sperrte er seinen Hund in seinem Auto ein und wartete darauf, in Gewahrsam genommen zu werden. Durch ein offenes Fenster gelang es dem Hund jedoch, aus dem Fahrzeug zu entkommen und sich so den Polizisten, die seinem Besitzer gerade Handschellen anlegten, in aggressiver Weise zu nähern. Einer der Männer versuchte daraufhin, die Leine des Hundes zu greifen, scheiterte jedoch beim Versuch, weil der bellende Rottweiler ihn ansprang. Daraufhin zog der Polizist seine Waffe und schoss insgesamt vier Mal auf den Hund, der sich in Qualen wand, bevor er verstarb. Die Reaktion der Polizei erregte besonders bei Tierfreunden die Gemüter, die sich bereits zu ersten Protestaktionen versammelten. Mittlerweile haben sich die Empörten in einer Gruppe auf Facebook zusammengefunden, die seit Dienstag, dem 3. Juli, bereits mehr als 10000 Likes gesammelt hat. Eine Demonstration ist für den heutigen Samstag vor dem Polizeirevier in Hawthorne geplant.

Die beschuldigten Polizisten wurden derweil zu ihrem eigenen Schutz aus dem Straßendienst abgezogen, wie die Polizei in Hawthorne erklärte. Infolge der Ereignisse hatten sie zahlreiche Todesdrohungen gegen sich und ihre Familien erhalten. Rosby, der bereits einen Prozess gegen die Polizei aufgrund einer vorausgegangenen Rippenverletzung führt, fügte die Tötung seines Hundes nach Angaben seines Anwalts zur Anklageschrift hinzu.

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