Tod nach Hirntumor : Fünfjähriger wird von seinen Superhelden beerdigt

Superhelden retten oft die Welt - und für die, die an sie glauben, bedeuten sie die Welt. Für einen fünfjährigen Jungen stellten Spiderman & Co. nun das letzte Geleit. Der Junge war an einem aggressiven Hirntumor erkrankt.

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Letztes Geleit für Brayden: Ironman, The Hulk, Thor, Batman, Superman und Spiderman.
Letztes Geleit für Brayden: Ironman, The Hulk, Thor, Batman, Superman und Spiderman.Foto: Brayden Denton Foundation - Braydens Heroes

Mit dem Comic-Lesen kann es nie früh genug losgehen: Der fünfjährige Brayden Denton aus dem US-Bundesstaat Indiana schmökerte in den Heften, seit er drei war und schaute die Filme seiner liebsten Helden, so oft er konnte. Doch was für normale Jungs ein netter Zeitvertreib ist, war für Brayden ein Rettungsanker. Der Junge, der einen äußerst aggressiven Hirntumor in sich trug, verstarb am 8. Mai.

Bei seiner Beerdigung waren nun seine sechs liebsten Helden der Marvel- und DC-Universen anwesend: Superman, Batman, Spiderman, Ironman, Thor und der Hulk. Familienmitglieder hatten sich als Grabträger die Outfits angezogen. "Nichts wäre ihm unwichtiger gewesen als Menschen mit Schlips und Anzügen", sagte seine Mutter Staci Denton der "New York Daily". Für den Fünfjährigen seien bunte Comic-Shirts die "schicklichste" Art, sich anzuziehen.

Das aggressive DIP-Gliom überleben nur wenige

Brayden litt unter einem Gliom, das unmittelbar im Hirnstamm verhaftet ist. Der DIPG genannte Tumor tritt häufig bei Kleinkindern auf, weniger als zehn Prozent haben Überlebenschancen. Brayden selbst musste binnen eines Jahres 30 Bestrahlungseinheiten über sich ergehen lassen. Auf einer Facebook-Kondolenzseite informiert die Familie des Jungen über die Krankheit - und wie der Junge kämpfte.

So habe Brayden immer eine Comicfigur zur Therapie mitgebracht. Sein wichtigstes Durchhalteziel sei zudem der letzte im Frühjahr angelaufene Spiderman-Film gewesen. Den wollte Brayden unbedingt sehen. Nach dem Kinobesuch habe er mit erhobenem Daumen sein Glück formuliert, sagte die Mutter. Nun, als sie der Beerdigung ihres Kindes beiwohnte, sagte seine Mutter. "Als ich ihnen zugesehen habe, wie sie Braydon trugen, habe ich gedacht, er sieht das von oben und denkt: 'Das ist so cool.'"

Das "Batkid" aus San Fransisco kämpft weiter

Die Geschichte erinnert an ein anderes Heldenkind aus den Staaten: Im Herbst wurde der fünfjährige Miles Scott als "Batkid" weltweit bekannt. Der an Leukämie erkrankte Junge hatte an der Seite von Batman in einer filmreifen Aktion Verbrecher in San Fransisco gejagt, ermöglicht durch eine Spendensammlung. Dem Jungen geht es gut: Erst kürzlich eröffnete er in seiner Heldenidentität ein Baseballspiel der San Fransisco Giants.


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