Todesstrafe : Oberstes Gericht lehnt Aufschub ab

Auch der Oberste Gerichtshof hat einen Aufschub für Todeskandidaten Stanley Tookie Williams abgelehnt. Damit deutet nun alles darauf hin, dass der verurteilte Mörder um 09:01 Uhr MEZ durch eine Giftspritze sterben wird.

San Francisco - Am Montagnachmittag (Ortszeit) hatte der Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, bereits ein Gnadengesuch abgelehnt. Schwarzenegger bekräftigte sein Nein wenige Stunden später, nachdem Williams Anwälte einen zweite Petition vorlegten. Als Grund führte Schwarzenegger unter anderem an, dass sich Williams nicht für die vier Morde entschuldigt habe, die 1981 zu seiner Verurteilung geführt hatten.

Der Gründer der berüchtigten Straßengang «Crips», der sich nun als Kinderbuchautor aus seiner Zelle heraus gegen Gewalt engagiert, hat die Mordtaten abgestritten. Komplizen hätten ihn fälschlicherweise beschuldigt.

Williams habe «Frieden mit sich geschlossen», sagte der Bürgerrechtler Jesse Jackson dem US-Sender CNN am Montag. Er zählt zu den vielen Todesstrafengegnern, die sich für die Verschonung des Todeskandidaten eingesetzt haben und vor den Gefängnistoren von San-Quentin-Gefängnis bei San Francisco protestieren. Williams Anwälte wollten bis zur letzten Minute um das Leben ihres Mandanten kämpfen, hieß es in Medienberichten. (tso/dpa)

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