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Tödlicher Sonntagsspaziergang : Tragischer Unfall in Unterfranken offenbar wegen Schlaganfall

Ein Autofahrer in Bayern rast Zeugen zufolge durch eine 30er-Zone, prallt gegen ein Haus und schleudert in die Spaziergänger. Mutter und Sohn sterben. Nun gibt es Hinweise auf die Unfallursache.

Bei ihrem Sonntagsspaziergang ist im unterfränkischen Alzenau eine Familie auf dem Gehsteig von einem Auto erfasst worden: Die 36 Jahre alter Mutter und ihr siebenjähriger Sohn kamen ums Leben. Foto: dapdWeitere Bilder anzeigen
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09.01.2012 07:57Bei ihrem Sonntagsspaziergang ist im unterfränkischen Alzenau eine Familie auf dem Gehsteig von einem Auto erfasst worden: Die 36...

Die Ursache für den tragischen Unfalltod einer Mutter und ihres siebenjährigen Sohnes im unterfränkischen Alzenau ist offenbar aufgeklärt. Ein 51-jähriger Autofahrer hatte die beiden sowie den Vater und einen weiteren Sohn am Sonntag erfasst, weil er mutmaßlich einen Schlaganfall am Steuer erlitt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Dann raste der Mann mit seinem Wagen unkontrolliert über eine Verkehrsinsel und gegen eine Hauswand, ehe er in die Familie schleuderte, die auf dem Gehsteig einen Spaziergang unternahm.
Es ist das tragische Ende eines Sonntagsspaziergangs. Am Unfallort liegen Trümmer, ein menschlicher Körper liegt zugedeckt neben einem völlig zerstörten Auto. Der Wagen ist in der Innenstadt des unterfränkischen Alzenau nach einem Aufprall gegen eine Mauer in eine vierköpfige Familie gerast und hat die 36 Jahre alte Mutter und ihren siebenjährigen Sohn getötet.

Der 44 Jahre alte Vater und der jüngere, fünfjährige Sohn wurden schwer verletzt. Auch der 51 Jahre alte Fahrer des Wagens erlitt schwere Verletzungen. Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Am Abend befand sich nach Polizeiangaben keiner der Verletzten mehr in akuter Lebensgefahr.

Die weiträumig abgesperrte Unfallstelle bietet ein Bild des Schreckens. Splitter, Blut auf dem Boden, Blaulicht, Dutzende Einsatzkräfte. Der 74-jährige Kurt Krämer hat gehört, wie der Fahrer am Nachbarhaus gegen die Wand prallte. Davon zeugt noch ein stark verbeultes Kellerfenster. „Es gab einen schweren Knall, als ob jemand einen Kracher in die Kanalisation geworfen hätte“, sagt er.

Nach dem Aufprall wird die Limousine weggeschleudert, direkt in die Familie beim Spaziergang am Sonntagnachmittag auf dem Gehweg, der Wagen schleift die Mutter und den Siebenjährigen mehrere Meter mit. Krämer hört Schreie von Verletzten. „Das Auto wurde genau dorthin geschleudert, wo die Familie unterwegs war“, sagt Polizeisprecher Zimmer.

Bei einem tragischen Unfall in Alzenau in Bayern wurden eine Mutter und ihr Kind getötet. Foto: dapd
Bei einem tragischen Unfall in Alzenau in Bayern wurden eine Mutter und ihr Kind getötet.Foto: dapd

Der 51-Jährige war zuvor nach Zeugenangaben viel zu schnell in einer 30er-Zone unterwegs gewesen und hatte die Verkehrsinsel eines Kreisverkehrs überfahren. Der Fahrer müsse ohne zu Lenken herangeschossen sein, meinte Anwohner Krämer. Über die Unfallursache kann er nur mutmaßen: „Vielleicht hatte der Fahrer plötzlich Herzprobleme, oder einen Krampf.“ Die Polizei nannte das zunächst reine Spekulation. Der 51-Jährige wurde in seinem Auto eingeklemmt und musste befreit werden. Die Fahrerseite der Limousine war völlig zerstört.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Sachverständiger zur Ermittlung des Unfallhergangs herangezogen. Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um Zeugen und Hinterbliebene. (dpa)

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