Welt : Tornado oder Windhose

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Der Begriff „Windhose“ klingt harmlos. Das Wetterphänomen, das er beschreibt, ist es nicht. Zwei Häuser sind in der Eifel komplett zerstört worden – für Deutschland ist das neu. Der Fernsehmeteorologe Jörg Kachelmann hat sich deshalb schon in der Vergangenheit dafür eingesetzt, die deutsche „Windhose“ durch den dramatischeren amerikanischen Begriff „Tornado“ zu ersetzen. Es geht meteorologisch um den gleichen Vorgang. Dabei wächst aus einer Gewitterwolke innerhalb weniger Sekunden ein schmaler Rüssel nach unten, der für mehrere Minuten am Boden alles zerstört, was er vorfindet. Er radiert die Erde, wirbelt alles hoch, und trifft er ein Haus, dann wird es für die Bewohner gefährlich: Innerhalb des Rüssels herrscht ein gewaltiger Unterdruck. Die Luft im Haus explodiert, hebt das Dach ab und drückt Türen und Fenster – im Extremfall auch Wände – nach draußen. os

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