Welt : Total isoliert

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Das stalinistische Nordkorea ist eines der isoliertesten Länder der Welt. Seit Russland 1990 die großzügigen Hilfslieferungen an den einstigen ideologischen Verbündeten einstellte, ist das auf dem Weltmarkt kaum vertretene und industriell wenig entwickelte Land zum Überleben weitgehend auf den Nachbarn China und auf große internationale Hilfsprogramme angewiesen. Die schwere Versorgungskrise wurde seit Mitte der 90er Jahre noch von mehreren Missernten mit folgenden Hungersnöten verschärft.

Das Land hat rund 22 Millionen Einwohner, die auf einer Fläche von der Größe der sechs ostdeutschen Bundesländer leben. Die Hauptstadt ist Pjöngjang mit 2,7 Millionen Einwohnern. 1948 wurde Nordkorea zur Volksrepublik. Jegliche Opposition im Land wird von dem Regime unterdrückt. Machthaber ist seit 1994 Kim Jong Il, der Titel des Staatspräsidenten bleibt seinem 1994 gestorbenen Vater Kim Il Sung vorbehalten. Nordkorea und das hoch industrialisierte Südkorea, die seit Ende des Zweiten Weltkriegs getrennt sind, haben in den vergangenen Jahren einen vorsichtigen Annäherungsprozess begonnen. Seit dem Amtsantritt von USPräsident George W. Bush hat sich das Verhältnis zwischen Nordkorea und den USA vor allem wegen des nordkoreanischen Nuklearprogramms wieder verschlechtert. dpa

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