Welt : Touristenklassen-Syndrom: Neue Maßnahmen gegen Flugthrombose

Unter dem Eindruck tödlicher Thrombosen bei Passagieren von Langstreckenflügen hat das Europäische Parlament schärfere Sicherheitsmaßnahmen gegen mögliche Gesundheitsrisiken im Luftverkehr gefordert. In einer am Mittwoch in Straßburg verabschiedeten Resolution mahnten die Parlamentarier die Fluggesellschaften an, Passagieren mehr Informationen über Gesundheitsrisiken in Bezug auf das Touristenklassen-Syndrom zur Verfügung zu stellen. Zudem sprachen sie sich für eine unabhängige Studie über Risiken auf Langstreckenflügen aus.

Das so genannte Touristenklassen-Syndrom war in den vergangenen Monaten in die Schlagzeilen geraten. Nach Presseberichten sollen allein in Australien seit 1992 insgesamt 18 Menschen an einer Thrombose gestorben sein, die sich im Verlauf eines Langstreckenflugs gebildet haben soll. In einer im Mai veröffentlichten britischen Studie hieß es allerdings, die Gefahr von lebensgefährlichen Blutgerinnseln hänge nicht spezifisch mit dem Fliegen zusammen. Eine Thrombose kann durch längeres Sitzen unter beengten Bedingungen entstehen. Gelangen dabei Blutgerinnsel aus den Beinvenen in die Lunge, können sie eine lebensgefährliche Embolie auslösen.

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