• Transporter mit zwölf Särgen bei Berlin gestohlen: Leichendiebe von Hoppegarten in Polen verurteilt

Transporter mit zwölf Särgen bei Berlin gestohlen : Leichendiebe von Hoppegarten in Polen verurteilt

Drei Männer stahlen im brandenburgischen Hoppegarten einen Transporter. Sie überführten ihn nach Polen, offenbar ohne von seiner sensiblen Fracht zu ahnen: Zwölf Leichen. Die Männer entledigten sich der Särge in einem Waldstück, doch die Polizei kam ihnen auf die Spur. Nun sind die Täter verurteilt worden.

Die Särge des Anstoßes: Die Diebe klauten im brandenburgischen Hoppegarten einen Transporter. Von seiner Fracht, zwölf Särgen, wussten sie offenbar nichts.
Die Särge des Anstoßes: Die Diebe klauten im brandenburgischen Hoppegarten einen Transporter. Von seiner Fracht, zwölf Särgen,...Foto: dpa

Sieben Monate nach dem spektakulären Diebstahl von zwölf Leichen in Brandenburg sind die Täter zu mehrjähriger Haft verurteilt worden. Das Gericht im westpolnischen Posen sprach die drei Männer am Montag schuldig - allerdings nicht wegen der Störung der Totenruhe, sondern nur wegen Autodiebstahls und Einbruchs. Die drei Männer, die einen Leichentransporter entwendet hatten, müssen für zwei bis vier Jahre ins Gefängnis. Außerdem wurde jeder der Angeklagten zu einer Geldstrafe in Höhe von 16 000 Zloty (etwa 4000 Euro) als Entschädigung an das Diebstahlopfer verurteilt.

Die drei Männer müssen innerhalb von einer Woche angeben, ob sie das Urteil annehmen.

In dem Verfahren hatte das einschlägig vorbestrafte Trio stets bestritten, im Oktober vergangenen Jahres in Hoppegarten bei Berlin einen Transporter mit zwölf Särgen gestohlen zu haben. Sie seien nur für die Überführung von Fahrzeugen angeheuert worden und hätten nicht gewusst, dass es gestohlene Wagen waren. Mehr als eine Woche nach dem Diebstahl hatten polnische Ermittler die Särge mit den Toten in einem Waldstück nahe Posen gefunden.

Zwölf gestohlene Leichen in polnischem Wald gefunden
Am Dienstag wurde der Prozess gegen die mutmaßlichen Leichenwagen-Diebe Maks S., Rafal K. und Radoslaw B. in Poznan eröffnet.Weitere Bilder anzeigen
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26.03.2013 12:48Am Dienstag wurde der Prozess gegen die mutmaßlichen Leichenwagen-Diebe Maks S., Rafal K. und Radoslaw B. in Poznan eröffnet.

Der spektakuläre Diebstahl der Särge, die eigentlich in ein Meißener Krematorium gebracht werden sollten, hatte einen grenzüberschreitenden Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Erst nach mehr als einer Woche hatte das Bangen der Angehörigen der Toten ein Ende. Die polnische Polizei fand die Särge in einem Waldgebiet bei Krolikow nahe Posen.

Die Polizei vermutet, dass die Diebe nichts vom Inhalt des Frachtraumes gewusst hatten und diese sich auf den Weg nach Osteuropa gemacht haben. Äußerlich war das hellfarbige Fahrzeuge nicht als Bestattungswagen zu erkennen. Nach Polizeiangaben stammten acht Verstorbene aus Berlin und vier aus Brandenburg.

Nach dem mutmaßlichen Anführer der Diebesbande wird noch mit internationalem Haftbefehl gefahndet. Ein geständiger Mittäter war bereits vor mehreren Monaten zu einer elfmonatigen Haftstrafe verurteilt worden. (dpa)

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