Trauer um Mirjam : Bürgermeister: "Wir sind ratlos und zornig"

Mehrere hundert Menschen haben an der Trauerfeier für die vor einer Woche von einem Unbekannten ermordete 13 Jahre alte Schülerin Mirjam in Auggen teilgenommen.

Auggen - Im Anschluss wurde das Mädchen im engsten Familienkreis beigesetzt. Das Weinbaudorf Auggen im Hochschwarzwald liegt in der Nähe der französischen Grenze und zählt rund 2500 Einwohner.

"Die vermeintliche Sicherheit und Geborgenheit, in der wir uns wähnten, wurde erschüttert", sagte Bürgermeister Fritz Deutschmann bei der Trauerfeier in der Auggener Kreuzkirche. Nichts werde mehr so sein, wie es war. "Wir sind ratlos und zornig", sagte Deutschmann.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Die Schülerin, die auf dem Weg zur Schule ermordet wurde, wäre zwei Tage nach der Tat konfirmiert worden. Ihre Mitkonfirmanden kündigten bei der Trauerfeier an, in Erinnerung an Mirjam einen jungen Baum im Pfarrgarten von Auggen zu stiften. Der Seidenbaum mit weißen Blüten werde im Sinne einer Patenschaft gepflegt, hieß es.

Die Polizei ermittelt derweil weiter auf Hochtouren. Bislang habe die 60-köpfige Sonderkommission mehr als 300 Spuren verfolgt und 450 Menschen vernommen, sagte ein Polizeisprecher. Auch seien bereits 30 Speichelproben abgegeben worden. Die Polizei sucht nun nach einem blauen Kleinwagen, der am vergangenen Freitag am Tatort gesehen wurde. Die Überprüfung von rund 30 derartigen Fahrzeugen habe bislang aber noch keine heiße Spur zum Täter ergeben, hieß es. (tso/dpa)

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