Trauerfeier : Abschied von Busunfall-Opfern

Rund 2200 Trauergäste haben in Hopsten bei einer bewegenden Trauerfeier Abschied von Opfern des Busunfalls von Könnern in Sachsen-Anhalt genommen.

Trauerfeier in Hopsten
Trauerfeier in Hopsten. -Foto: ddp

HopstenRund 2200 Trauergäste haben in Hopsten bei einer bewegenden Trauerfeier Abschied von Opfern des Busunfalls von Könnern in Sachsen-Anhalt genommen. In der örtlichen Turnhalle von Hopsten waren rund 1300 Angehörige und Ehrengäste, darunter Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), zu einem Pontifikal-Requiem zusammen gekommen. Die Organisatoren hatten den neun Trauergemeinden jeweils ein eigenes Areal zugeordnet, um den Trauernden ein Mindestmaß an Intimsphäre zu gewähren.

Weitere rund 1000 Trauernde versammelten sich bei teils strömendem Regen vor der Halle und in der benachbarten Kirche St. Georg, wo die Trauerfeier über Lautsprecher übertragen wurde. Angeführt von Weihbischof Franz-Peter Tebartz-van Elst und begleitet von Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine sowie neun weiteren Geistlichen wurden die zwölf Särge aus hellem Holz anschließend in einem Trauerzug zum Friedhof geleitet. Dort wurden sie beerdigt. Ein weiteres Opfer findet im Nachbarort Recke seine letzte Ruhe.

"Unglaublich und unfassbar"

Weihbischof Tebartz-van Elst sagte in seiner Predigt, durch den Tod der 13 Menschen seien "nicht nur Lücken, sondern Löcher wie klaffende Wunden" gerissen worden. Der Unfall mit seinen Folgen sei "unglaublich und unfassbar", sagte der Bischof. "Wo jeder jeden kennt, wo Verwandtschaften und Nachbarschaften, das Miteinander in Verbänden und Vereinen aufgrund seiner großen Dichte für alle Heimat bedeutet, macht der Tod von 13 geliebten Menschen viele hier im Ort auch heimatlos." Die Toten hinterlassen Ehepartner, Kinder, Enkel und Geschwister.

Die Männer und Frauen im Alter zwischen 42 und 79 Jahren waren am vergangenen Monat als Mitglieder einer Reisegruppe in einem Omnibus in Sachsen-Anhalt verunglückt. 36 weitere Businsassen wurden verletzt. Ein Lastwagen war auf der Autobahn 14 auf ein Stauende aufgefahren und hatte den Bus eines Ibbenbürener Unternehmens eine Böschung hinab gestoßen. Gegen den 46 Jahre alten Lastwagenfahrer wird wegen fahrlässiger Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt. Ob auch technische Ursachen zu dem Unglück beigetragen haben, wird noch ermittelt. (mit dpa)

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