Welt : Trauerfeier für Felix in Potsdam

Juliane Wedemeyer

Potsdam - Mehr als 300 Menschen haben am Mittwoch Abschied von Felix von Quistorp genommen. Eltern, Geschwister, Freunde, Mitschüler und Lehrer gedachten in einem Trauergottesdienst in der Inselkirche auf Potsdam-Hermannswerder des 14-jährigen Schülers, der dort das evangelische Gymnasium besucht hatte. Neben dem aufgebahrten Sarg stand eine Porträtzeichnung, die den Jungen zeigte. Felix, der aus einem alten Adelsgeschlecht stammte, war während des Weihnachtsurlaubs bei seinen Großeltern in Bayern tödlich verunglückt.

Am 28. Dezember hatte das Verschwinden des Jungen in Weihenstephan bei Landshut eine großangelegte Polizei-Suche ausgelöst. Eine Sonderkommission hatte tagelang mit hunderten Helfern nach dem vermisst gemeldeten Jungen gesucht.

Während die Beamten zunächst noch nach dem lebenden Jugendlichen suchten, hatten Polizei-Taucher vor einer Woche ihn schließlich nur noch tot aus einem zehn Meter tiefen Brunnen auf dem Schlossgelände der Großeltern bergen können. Nach Angaben der Polizei war er selbst dort hineingeklettert und gestürzt. Vermutlich hat er nach dem Sturz das Bewusstsein verloren, so dass der groß gewachsene Junge in dem nur 1,50 Meter hohen Schlamm ertrank. Die Ermittler schließen ein Verbrechen ebenso aus wie einen Selbstmord.

Der Tod des Jungen hatte in Potsdam Trauer und Bestürzung ausgelöst. Die Beisetzung sollte auf Wunsch der Familie im engsten Kreis der Angehörigen stattfinden.

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