Welt : Trauerfeier für Werner Otto in Berlin

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Berlin hat am Donnerstag Abschied genommen von seinem Ehrenbürger Werner Otto. Rund 300 geladene Gäste nahmen teil an der Trauerfeier im Französischen Dom, darunter Hans-Dietrich Genscher, Manfred Stolpe, Kurt Biedenkopf, Olaf Scholz, Walther Leisler Kiep, John Kornblum, Matthias Platzeck und viele andere Prominente. Altbundeskanzler Helmut Schmidt erinnerte in seiner sehr persönlich gehaltenen Rede an den im Dezember im Alter von 102 Jahre gestorbenen Unternehmer, Mäzen und Stifter. Er sagte, Stolz auf die lange Freundschaft mische sich in die Trauer. „Werner Otto war ein Wohltäter“, er habe mit seinem sozialen Engagement das „Ideal eines europäischen Unternehmers“ verkörpert. Er, Schmidt, habe sich gefragt, wo denn bei all den Würdigungen des Toten das Negative bleibe: „Ich habe nichts gefunden“.

Sichtlich angerührt verabschiedete sich Klaus Wowereit von Otto, der im brandenburgischen Seelow geboren wurde und nach langen Hamburger Jahren seit 1999 in Berlin gelebt hatte. Er sei dankbar, dass er an dessen von Güte und Großzügigkeit geprägtem Leben teilhaben durfte. Otto habe mit Fleiß, Weitsicht, kalkuliertem Mut und ständigem Bekenntnis zur sozialen Verantwortung Maßstäbe gesetzt, die auch im 21.Jahrhundert ihre Gültigkeit behalten. Auch Ottos Sohn Michael, der aus dem Versandhaus einen Weltkonzern formte, erinnerte an das Leben seines Vaters. Werner Otto wird in den kommenden Tagen in Hamburg beigesetzt.

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