Trauerfeier : Leipziger gedenken der ermordeten Michelle

Trauer in Leipzig: Rund 200 Menschen haben am Sonnabend in der evangelisch-lutherischen Trinitatis-Kirche der ermordeten Michelle gedacht.

Andacht für Michelle
Große Trauer in der Trinitatis-Kirche -Foto: ddp

Leipzig Mit Kerzen und in stiller Andacht versuchten vor allem Bewohner des Leipziger Ostens, ihrer Trauer Ausdruck zu geben. Pfarrer Sebastian Rebner sagte, die schmerzhafte Ungewissheit sei nun zu schmerzhafter Gewissheit geworden. Neben Traurigkeit sprach er auch von Wut, Verzweiflung und Ratlosigkeit, die sich unter den Menschen breit mache. "Es sei wichtig, jetzt nicht alleine zu sein. Haltet zueinander!", rief Rebner die Menschen auf.

Bereits am Freitag waren vor allem Bewohner des Viertels in der Kirche zusammengekommen. Ganz in der Nähe war die acht Jahre alte Michelle am Montag auf dem Heimweg vom Ferienhort in ihrer Schule verschwunden und am Donnerstag von einem Spaziergänger tot in einem nahe gelegenen Teich gefunden worden.

Bürgerinitiative fordert "härtere Strafen für Kinderschänder"

Vertreterinnen einer Bürgerinitiative, die sich während der Suche nach dem Mädchen gebildet hatte, forderten in der Kirche "härtere Strafen für Kinderschänder". Eine von ihnen, Sandra Thalheim, sagte, dafür sollten nun Unterschriften gesammelt werden.

Die aus fast 180 Beamten bestehende Sonderkommission der Leipziger Polizei geht nach eigenen Angaben von einem Gewaltverbrechen aus, hat jedoch noch keine konkrete Spur. Medienberichte, wonach ein bestimmter Verdächtiger mit einem Fahndungsbild gesucht werde, dementierte ein Polizeisprecher am Samstag. (ae/ddp)

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