Tsunami-Warnung aufgehoben : Schweres Seebeben im Südpazifik

Bei einem Erdbeben der Stärke 8 und einem anschließenden Tsunami vor den östlichen Salomonen im Pazifik sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Mehrere werden noch vermisst.

Dies berichtete Regierungssprecher Robert Iroga dem Weltnachrichtendienst des Senders BBC. An der Küste seien zahlreiche Hütten und Häuser zerstört worden. „Unser Hauptfokus ist im Moment, dass der Flughafen wieder geöffnet wird, um Hilfsmittel einzufliegen“, sagte Iroga.

Das Beben der Stärke 8 passierte um 01 Uhr 12 Mitteleuropäische Zeit in der Nähe der Santa Cruz-Inseln. Der örtliche Rundfunk berichtete von mindestens zwei Wellen bis zu einem Meter hoch. Das Wasser drang 500 Meter ins Land ein. Das Epizentrum wurde zunächst auf nur fünf Kilometer unter dem Meeresboden geschätzt, doch korrigierte die US-Geologiebehörde (USGS) ihre erste Schätzung später auf 28,7 Kilometer. Eine Tsunamiwarnung für zahlreiche Pazifik-Länder wurde später aufgehoben.

Nach Angaben von Mitarbeitern der Hilfsorganisation WorldVision in der Nähe der betroffenen Küste wurden der Flughafen der Insel in Lata und vier Ortschaften überspült. Nach unbestätigten Berichten seien 100 Hütten zerstört worden. Einer Volksbefragung vor 13 Jahren zufolge lebten in der Umgebung 781 Familien, berichtete die Organisation. (dpa)

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