Welt : Über 70 Tote bei Absturz in Kirgistan

Regierung: Die Kabine des Fliegers war undicht

Bischkek/Moskau - Bei dem Absturz einer Boeing 737 in Kirgistan sind nach ersten Angaben mindestens 71 Menschen getötet worden. Die Maschine der in der EU mit Landeverbot belegten kirgisischen Gesellschaft Itek Air verunglückte am Sonntag kurz nach dem Start vom Flughafen der Hauptstadt Bischkek und brannte völlig aus, wie das Zivilschutzministerium mitteilte. Das Gesundheitsministerium bestätigte am Abend den Tod von 71 Menschen, wie die russische Agentur Itar-Tass meldete. Mitarbeiter des Flughafens sprachen kirgisischen Medienberichten zufolge von mehr als 80 Toten. Die Boeing war auf dem Weg von Bischkek in die iranische Hauptstadt Teheran. Eine undichte Kabine hat nach Angaben der kirgisischen Regierung vermutlich den Absturz ausgelöst, wie der kirgisische Regierungschef Igor Tschudinow am Sonntagabend nach Angaben der Agentur Interfax in Bischkek mitteilte. Die 1979 gebaute Boeing sei erst im Vormonat von Grund auf gewartet worden.

Tschudinow dementierte kirgisische Medienberichte, wonach sich an Bord eine Explosion ereignet haben soll. Die Behörden kündigten an, am Montag eine genaue Zahl von Toten und Verletzen zu nennen.   Über die Zahl der Passagiere und Crewmitglieder insgesamt gab es zunächst nur widersprüchliche Angaben.

Der Flughafen von Bischkek teilte mit, es hätten 120 Passagiere für den Flug eingecheckt. Hinzu komme noch eine unbekannte Zahl von Crewmitgliedern. Die meisten der Opfer seien Iraner. dpa

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