Welt : Überlebende auf Java brauchen Wasser

-

Yogyakarta - Im indonesischen Katastrophengebiet bedroht der Mangel an sauberem Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten die Überlebenden des schweren Erdbebens. Laut UNICEF sind rund 130 000 Menschen, darunter 20 000 Kleinkinder, von gefährlichen Infektionskrankheiten und Durchfall bedroht. Viele Überlebende klagten auch vier Tage nach der Katastrophe, noch nicht ausreichend mit Lebensmitteln versorgt zu werden. Derweil stieg die Zahl der Todesopfer nach Angaben des Sozialministeriums vom Mittwoch auf mehr als 5800, bei 22 000 Verletzten. Die Behörden erklärten die Suche nach möglichen Überlebenden in den Trümmern für beendet. Indes berichteten manche Hilfsorganisationen von Fortschritten, Menschen auch in abgelegeneren Regionen des Erdbebengebiets zu versorgen. „Die medizinische Hilfe beginnt, in entlegenere Gebiete vorzudringen“, sagte der Projektkoordinator des Malteser Hilfsdienstes auf Java, Volker Stapke, am Mittwoch. Der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono wollte am Mittwoch in die Hauptstadt Jakarta zurückkehren, nachdem er seinen Dienstsitz vorübergehend nach Yogyakarta verlegt hatte. In der Nähe des Erbebengebiets brodelt seit Wochen der Vulkan Merapi. Ein Zusammenhang mit dem Erdbeben schließen Experten nicht aus.dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben