Überschwemmung : Mississippi-Damm gebrochen

In Illinois hält ein Damm dem Druck des Mississippi nicht mehr Stand. Mehrere Tausend Hektar Land werden überflutet. Etwa 11 Millionen Menschen sind im Mittleren Westen der USA vom Hochwasser bedroht.

ChicagoWegen des unaufhörlich steigenden Wasserpegels ist am Mississippi, dem zweitlängsten Fluss in den USA, der erste Damm gebrochen. Nach dem Dammbruch stand der Highway 34 in Gulfport im US-Bundesstaat Illinois am Dienstag unter Wasser, eine Brücke musste gesperrt werden. Mehr als tausend Angehörige der Nationalgarde und zahlreiche Insassen staatlicher Gefängnisse bemühten sich im ganzen Bundesstaat, die Dämme zu verstärken, wie eine Sprecherin des Katastrophenschutzes von Illinois sagte. Laut der Zeitung "New York Times" wurden in Dutzenden Städten entlang des Mississippi rund 30 Dämme abgestützt.

"Wir waren sehr, sehr enttäuscht, dass dieser Damm heute gebrochen ist", sagte Patti Thompson vom Katastrophenschutz. Er sei im Vorfeld als mögliche Schwachstelle bekannt gewesen und mit Sandsäcken abgesichert worden. Aber der Mississippi sei ein "sehr gewaltiger Fluss", der selbst in trockeneren Zeiten kaum zu bändigen sei, fügte Thompson hinzu.

Am Donnerstag will US-Präsident George W. Bush in den besonders schwer betroffenen Bundesstaat Iowa reisen, um sich ein Bild von der Lage zu verschaffen. Die US-Katastrophenschutzbehörde Fema schätzt, dass im Mittleren Westen elf Millionen Menschen von dem Hochwasser betroffen sind. (ata/AFP)

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