Überschwemmungen : Das Wasser steigt auch in Missouri

Ganze Landstriche im Mittleren Westen der USA sind bereits überschwemmt. Unaufhaltsam rollt die Flutwelle des Mississippi weiter nach Süden und bedroht zahlreiche Orte vor allem im Bundesstaat Missouri.

Missouri
Missouri: Sandsäcke gegen die Flut. -Foto: AFP

Washington"Der Nordosten Missouris ist ein Schlachtfeld: Einwohner gegen den Fluss", berichten örtliche Medien. Entlang des Stromes versuchten die Einwohner fieberhaft, die Dämme mit Millionen von Sandsäcken gegen die Fluten zu verstärken. Tausende Freiwillige, Hilfsorganisationen und Hunderte Nationalgardisten seien zur Unterstützung gekommen. Am Donnerstag hatte Präsident George W. Bush das Katastrophengebiet besucht und rasche Hilfe zugesichert.

Nachdem in den Staaten Iowa und Illinois mehr als 20 Dämme überschwemmt oder geborsten waren, hatte am Donnerstag in Missouri ein erster Schutzwall nachgegeben. Das Pionierkorps des US-Heeres befürchtet, dass entlang der wichtigsten Wasserstraße der USA zwischen Iowa und Missouri in den nächsten Tagen noch einmal 20 bis 30 Dämme überflutet werden oder brechen könnten. Die Katastrophenschutzbehörde Fema rief die Einwohner in den Überschwemmungsgebieten auf, sich kostenlos gegen Tetanus impfen zu lassen. 700 Fema-Mitarbeiter verteilten in den besonders betroffenen Gemeinden Lebensmittel und Wasser.

Ein neuer Regierungsbericht warnte unterdessen vor weiterem extremem Wetter. Katastrophen, die früher alle 500 Jahre zu erwarten gewesen seien, könnten künftig alle zehn bis 15 Jahre auftreten, heißt es in dem Bericht, der jetzt dem amerikanischen Parlament zugeleitet wurde. In Burlington (Iowa) war das Hochwasser der letzten Tage bereits die zweite Rekordflut innerhalb von 15 Jahren, wie der Sender ABC feststellte. (feh/dpa)

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