Welt : Überschwemmungen: Keine Entspannung in Englands Unwettergebieten

In den englischen Hochwassergebieten gibt es weiter keine Hoffnung auf Entspannung. Die britische Umweltbehörde sprach am Mittwoch 41 Flutwarnungen aus, darunter elf für die am schlimmsten betroffene Region um die mittelalterliche Stadt York. In Mittelengland stiegen die Flusspegel weiter an. Die Ouse bei York erreichte in der Nacht einen neuen Höchststand, die Dämme hielten den Fluten jedoch weiter stand. Die Polizei ließ vorsorglich hunderte Häuser in zwei nahe gelegenen Dörfern räumen. Armeehubschrauber verteilten zur Eindämmung der Fluten rund 10 000 Tonnen Sandsäcke in der Region. Die Meteorologen sagten für Mittwoch vor allem für die Hochwasserregion in Südostengland neue ergiebige Regenfälle voraus. Bis "Ende nächster Woche" sei keine Wetterbesserung in Sicht.

Landesweit waren am Mittwoch 5000 Häuser überflutet. "Wir stecken noch immer mitten in der Krise", sagte der Chef der Umweltbehörde. Wichtigste Aufgabe sei derzeit der Schutz der Bevölkerung. Zahlreiche Bahnverbindungen im ganzen Land sind aufgrund der Fluten unterbrochen. Im Südwesten Londons bedroht das Wasser das Schloss Hampton Court von König Heinrich VIII. aus dem 16. Jahrhundert. Die Versicherungsgruppe CGNU gab die bislang durch Überschwemmungen und Stürme entstandenen Schäden mit 200 Millionen Pfund (650 Millionen Mark) an. Bei den seit zwölf Tagen andauernden Regenfällen kamen bislang mindestens 13 Menschen in Großbritannien und Irland ums Leben.

Für Italien kündigen die Meteorologen zum Wochenende neue Niederschläge an. Die Böden in England und Italien sind mit Wasser vollgesogen und haben keine Aufnahmekapazität mehr. Selbst ein Regen normaler Intensität führt daher sofort zu einer Verschärfung der Lage. Deutschland bleibt wegen der Großwetterlage über Europa weiter von den Unwettern verschont. Immer wieder kommt die Sonne durch.

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