• Überstunden auf der Landstraße Formel-1-Pilot Ralf Schumacher muss den Führerschein abgeben

Welt : Überstunden auf der Landstraße Formel-1-Pilot Ralf Schumacher muss den Führerschein abgeben

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Berlin. Das ist es wohl, was man eine vorbildliche Berufsauffassung nennt. Auch in seiner Freizeit macht Formel1-Fahrer Ralf Schumacher das, wofür er bezahlt wird: schnell Autofahren. Auf dem Weg zur Weihnachtsfeier seines Arbeitgebers wurde der Williams-BMW-Pilot laut „Bild am Sonntag“ auf einer Landstraße geblitzt. 50 km/h war er zu schnell. Das Lob der Polizei für die Überstunden hielt sich in Grenzen – Schumacher ist seinen Führerschein los. Und zwar zum dritten Mal. Bereits 1996 wurde ihm der Führerschein wegen Drängelns entzogen. Im letzten Jahr verlor er ihn nach einem Unfall und einer Übertretung um 70 km/h noch einmal. Darf jemand, der im Verkehr ein offensichtliches Risiko darstellt, weiterhin einen Formel-1-Wagen mit über 800 PS steuern?

Ja, er darf. Auch ohne gültigen Führerschein. Für die Teilnahme an einem Grand Prix braucht er nämlich einzig die so genannte Superlizenz, die der Motorsport- Weltverband Fia vergibt. Kriterium dabei ist vor allem Erfahrung im Motorsport. Wer davon nicht genügend hat, muss eine Renndistanz von 300 km unter den Augen eines Fia-Delegierten mit genügend Tempo und ohne gröbere Fehler fahren.

Vielleicht wird Schumachers Fahrzeugbeherrschung trotzdem bald einer neuerlichen Prüfung unterzogen. Denn die Lizenz wird jährlich verlängert, und auch der Fia dürfte nicht entgangen sein, dass der Deutsche auf der Strecke immer wieder da zu finden ist, wo es staubt und kracht. In den letzten Jahren war der 27-Jährige an vielen spektakulären Unfällen beteiligt. Zuletzt kollidierte er sogar mit seinem Teamkollegen Juan Pablo Montoya. An Tempo hingegen, das hat Schumacher bewiesen, fehlt es ihm nicht. chh

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