Umfrage unter US-Bürgern : Deutschland gewinnt an Ansehen

Land der Technologie, Kunst und Kultur: So sehen viele Amerikaner Deutschland. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern schätzen sie als so gut ein wie nie.

WashingtonDas Ansehen Deutschlands in den USA ist einer Umfrage zufolge gestiegen. 48 Prozent der Befragten gaben in einer von der deutschen Botschaft in Washington vorgelegten Erhebung an, einen ausgezeichneten oder guten Gesamteindruck von Deutschland zu haben. 41 Prozent der Befragten stuften die Beziehungen zwischen beiden Staaten als "ausgezeichnet" oder "gut" ein. Beide Werte waren die höchsten, die in der seit 2002 regelmäßig erstellten Umfrage gemessen wurden.

Viele US-Bürger verbinden Deutschland mit Technologie, Kunst und Kultur. 48 Prozent gaben an, sie hielten Deutschland für ein Hochtechnologieland. 44 Prozent fanden, dass Deutschland eine lebendige Kunst- und Kulturszene habe. "Ich bin mehr als zufrieden", sagte der deutsche Botschafter Klaus Scharioth bei der Vorstellung der Ergebnisse. Die Umfrage zeige eine "durchweg positive Sicht der Amerikaner auf unser Land".

Als besonders erfreulich wertete es der Diplomat, dass Deutschland insbesondere unter Studenten hoch angesehen sei. 46 Prozent hielten Deutschland für führend in erneuerbaren Energien und Energieeffizienz (Gesamtbevölkerung: 29 Prozent), 52 Prozent meinten, Deutschland treibe innovative Lösungen zum Umweltschutz voran (Gesamtbevölkerung: 28 Prozent), und 45 Prozent der Collegestudenten hielten die deutschen Umweltgesetze und -standards für exemplarisch (Gesamtbevölkerung: 25 Prozent).

Die repräsentative Befragung von 1051 Personen wurde im Auftrag des Deutschlandzentrum USA von der Agentur Frank N. Magid Associates Inc. erstellt. Die letzte derartige Umfrage zum Deutschlandbild der Bürger hatte die deutsche Botschaft im Oktober 2008 vorgelegt. Damals hatten 43 Prozent der Befragten angegeben, einen ausgezeichneten oder guten Gesamteindruck von Deutschland zu haben. Nur 34 Prozent der Befragten hatten die Beziehungen zwischen beiden Staaten als "ausgezeichnet" oder "gut" eingestuft.

Quelle: ZEIT ONLINE, AFP

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