Umstrittenes Gedenken : Stein des Anstoßes

Der Streit um das Denkmal für Erwin Rommel in Heidenheim geht weiter. Am Wochenende verhüllten Kritiker das Mauerwerk.

Die Verhüllungs-Aktion auf dem Zanger Berg.
Die Verhüllungs-Aktion auf dem Zanger Berg.Foto: privat

Seit 50 Jahren steht es in der baden-württembergischen Stadt Heidenheim, jetzt mehren sich die Stimmen, dass es dringend weg muss: Das zwei Meter hohe Denkmal für Wehrmachtsgeneral Erwin Rommel ist am Wochenende von Bürgern des Landkreises mit einer Plane verhüllt worden. Die Kritiker fordern eine Entfernung des Mauerstücks, auf dem Rommel unter anderem als "ritterlich" und "Opfer der Gewaltherrschaft" bezeichnet wird. Erwin Rommel war ein Bewunderer Adolf Hitlers und offener Unterstützer des Nationalsozialismus, er galt in Wehrmachtskreisen als "Hitlers Lieblingsgeneral".

Die Kritiker des Denkmals haben sich unter dem Namen "Geschichtswerkstatt Heidenheim" zusammengeschlossen, sie sehen den Generalfeldmarschall als "bis in seinen Tod williges Werkzeug des NS-Staates".

Die Stadtverwaltung lehnt eine Entfernung oder Umwidmung des Denkmals ab. Stattdessen ließ Oberbürgermeister Bernhard Ilg (CDU) eine Hinweistafel anbringen, die unter anderem den umstrittenen Satz "Tapferkeit und Heldenmut, Schuld und Verbrechen liegen im Krieg eng zusammen" enthält. sel

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