Umwelt : WWF: Wasserknappheit droht

Wohlhabende Staaten sind Umweltschützern zufolge ebenso von Wasserknappheit bedroht wie Entwicklungsländer. Exzessiver Verbrauch, Umweltverschmutzung oder Klimawandel setzen laut World Wildlife Fund auch den Reserven in den reichen Ländern zu.

Genf - In Europa nähmen die Dürren an den Atlantikküsten stetig zu, teilte die Umweltschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF) mit. Entlang des Mittelmeers würden Wasservorräte durch die rücksichtlose Ausbreitung von Tourismus und Landwirtschaft leichtfertig zunichte gemacht. In Osteuropa stelle die Verschmutzung von Feuchtgebieten durch die Industrie ein großes Problem dar.

Auch Australien, Japan und den USA wirft der Bericht einen zu sorglosen Umgang mit der Ressource Wasser vor. In einigen Städten wie Houston im US-Bundesstaat Texas oder dem australischen Sydney werde schlicht zu viel Wasser verbraucht. In London wiederum gehe durch Lecks an den veralteten Leitungen täglich eine Wassermenge verloren, die etwa 300 Wettkampf-Schwimmbecken entspreche. Dagegen lobte der WWF-Bericht das Wassermanagement der Stadt New York als vorbildlich. Dort gebe es weniger schwerwiegende Probleme, weil die als Wasserspeicher dienenden grünen Gegenden rund um die Stadt erhalten würden. (tso/AFP)

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