Unfall : Hubschrauber stürzt in Wohngebiet

Beim Absturz eines Hubschraubers in einem Wohngebiet bei Kassel ist der Pilot schwer verletzt worden. Der in Österreich zugelassene Hubschrauber stürzte nach technischen Problemen in den Garten eines Hauses.

Kassel - Schrecksekunden in einem Wohngebiet nahe Kassel: Ein Hubschrauber stürzte nach einer technischen Panne am Montag mitten in den Garten eines Einfamilienhauses in Niestetal-Heiligenrode. Während der Pilot mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik kam, gab es am Boden wie durch ein Wunder keine Verletzten.

«Der Pilot hat den abstürzenden Hubschrauber vermutlich mit Absicht von den Häusern weg Richtung Garten gedrückt», sagte Polizeisprecher Volker Pieper. Wäre der Hubschrauber nur eine Straße weiter herunter gekommen, hätte er in die Grund- oder Gesamtschule oder den Kindergarten des Ortes einschlagen können.

Der Helikopter beschädigte beim Absturz einen Obstbaum und ein Baumhaus, bevor er mit zertrümmertem Rotor und zersplitterter Scheibe im Gras liegen blieb. Rettungskräfte suchten fieberhaft nach weiteren Opfern, ehe sich herausstellte, dass drei Insassen den Hubschrauber bereits bei einem vorherigen Notstopp verlassen hatten.

Der Pilot der aus Wien kommenden Maschine mit Flugziel Bremerhaven hatte wegen technischer Probleme die drei Geschäftsleute bereits am 25 Kilometer östlich von Kassel gelegenen Hohen Meißner-Gebirge aussteigen lassen. Vermutlich aus Sorge vor Komplikationen wollte er den Hubschrauber allein zur Wartung zum Flughafen Kassel-Calden fliegen. Ursprünglich war Kassel ohnehin als Tankstopp vorgesehen.

Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen aus Braunschweig sind dabei, die Absturzursache zu klären. Auch die drei Passagiere wurden zu den Komplikationen auf dem Flug über Nordhessen befragt. Zur Identität des Piloten und seiner Mitreisenden konnte die Polizei zunächst nichts sagen. Der Schaden an dem Hubschrauber wird auf rund 800.000 Euro geschätzt. (tso/dpa)

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