Unfall in Tschechien : Deutscher Reisebus verunglückt

Ein mit deutschen Touristen aus dem Ruhrgebiet besetzter Bus ist in der Nähe von Prag offenbar auf einen LKW aufgefahren. Dabei sollen acht Insassen schwer und 26 leicht verletzt worden sein.

Prag - Beim Zusammenstoß eines deutschen Reisebusses mit einem Lastwagen sind am Donnerstag in Tschechien etwa acht Insassen schwer und rund 26 leicht verletzt worden. Der mit 45 Reisenden besetzte Bus sei auf der Autobahn von Prag in die mährische Stadt Brno (Brünn) aus zunächst ungeklärten Gründen auf einen stehenden Laster aus Rumänien geprallt, teilte die Polizei mit. Dabei sei vor allem der Busfahrer sehr schwer verletzt worden. Die Insassen seien unterwegs zu einer Kur in die Hohe Tatra in Polen gewesen, hieß es.

In dem in Bad Hersfeld (Hessen) zugelassenen Bus hätten rund 45 Menschen aus dem Ruhrgebiet gesessen, sagte ein Sprecher des Reiseveranstalters aus Frankfurt am Main: «Es sind Leute aller Altersgruppen.» Eine Sprecherin des Busunternehmens sagte, nach ihren Erkenntnissen sei der Fahrer als einziger schwer verletzt. Der Mann habe langjährige Berufserfahrung. Dem Reisebüro zufolge soll der Bus auf einen stehenden ungesicherten Lastwagen aufgefahren sein.

Dazu sagte der Fahrer des Lastwagens, er habe am frühen Morgen wegen einer Panne anhalten müssen und die Warnblinkanlage eingeschaltet. Dann habe er einen Knall gehört. Nach ersten Ermittlungen ergebe sich «ein Verdachtsmoment» gegen den Busfahrer, berichtete der Prager Fernsehsender CT24. Der Mann habe schwerste Beinverletzungen erlitten und sei «in kritischem Zustand» von der Feuerwehr mit Spezialwerkzeug aus dem zertrümmerten Vorderteil des Busses befreit worden, hieß es.

Bereits kurz nach dem Unfall waren 19 Krankenwagen und drei Rettungshubschrauber vor Ort gewesen. Die Unfallstelle in der Nähe des Ortes Soutice wurde weiträumig abgesperrt. Die meisten Passagiere hätten Schnittverletzungen, Prellungen und stünden unter Schock, berichtete CT24. Zunächst hatte es geheißen, der Bus sei unterwegs in die Slowakei gewesen. Dies korrigierte aber ein Behördensprecher. Auch erste Meldungen über einen Toten bestätigten sich nicht. (tso/dpa)

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