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Unfall : Mindestens acht Tote bei schweren Unfällen in NRW

Eine Massenkarambolage auf der A31 und ein schwerer Unfall in Aachen hat mehreren Menschen das Leben gekostet und zahlreiche Personen verletzt. Die Polizei spricht von einem "Trümmerfeld".

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In Nordrhein-Westfalen ist es zu zwei schweren Verkehrsunfällen gekommen. Auf der A 31 zwischen Heek und Gronau-Ochtrup kamen bei einer Massenkarambolage eine Frau und zwei Männer ums Leben.Alle Bilder anzeigen
Foto: dpa
19.11.2011 11:42In Nordrhein-Westfalen ist es zu zwei schweren Verkehrsunfällen gekommen. Auf der A 31 zwischen Heek und Gronau-Ochtrup kamen bei...

Bei einer Massenkarambolage bei dichtem Nebel sind auf der Autobahn 31 in Nordrhein-Westfalen drei Menschen ums Leben gekommen. 35 Menschen wurden verletzt, 14 von ihnen schwer, wie eine Sprecherin der Polizei Münster mitteilte.

Insgesamt 52 Fahrzeuge hatten sich am Freitagabend zwischen Heek und Gronau-Ochtrup ineinander verkeilt. "Es sieht aus wie ein Trümmerfeld", sagte die Polizeisprecherin. Bei einem weiteren schweren Verkehrsunfall in Aachen wurden in der Nacht zum Samstag fünf Menschen getötet und zwei schwer verletzt.

Die Unfallstelle auf der A31 erstreckt sich über die gesamte Fahrbahnbreite auf einer Länge von mehreren hundert Metern. Viele der Verletzten seien in ihren Wagen eingeklemmt gewesen, hätten aber befreit werden können. Zur Unfallstelle waren Rettungskräfte aus dem gesamten Münsterland geholt worden. Der dichte Nebel behinderte die Rettungsarbeiten.

Zu dem Unfall war es gegen 19.15 Uhr auf der Fahrbahn in Richtung Emden gekommen. Ob der Nebel die Ursache für die Karambolage war, war am Morgen noch unklar. Bei den Toten handle es sich um eine Frau und zwei Männer. Genauere Angaben konnte die Polizei zunächst nicht machen. Die Verletzten wurden vor Ort von Notärzten versorgt und anschließend in die umliegenden Krankenhäuser gefahren. Die Räumungsarbeiten kommen nur langsam voran.

Die A31 ist bis auf unbestimmte Zeit gesperrt. Der Kreis Borken hat eine telefonische Auskunftsstelle eingerichtet, bei der sich besorgte Menschen nach dem Verbleib ihrer Angehörigen erkundigen können. Die Hotline ist unter der Nummer 02861-822162 zu erreichen. Hubschrauber haben Luftaufnahmen von der Unfallstelle gemacht, die sich über mehrere Hundert Meter erstreckte, wie eine Polizeisprecherin sagte. Von den Luftbildern, die am Samstag gemacht wurden, erhoffen sich die Ermittler Aufschlüsse über den Unfallhergang. Die Fahrzeuge, darunter Autos und Lastwagen, standen am Samstagmorgen noch so, wie sie am Freitagabend ineinander gefahren waren. Wann die Autobahn zwischen den Anschlussstellen Heek und Gronau-Ochtrup wieder freigegeben wird, war am Samstagvormittag noch unklar. Die Aufräumarbeiten würden aber mindestens bis in den Nachmittag dauern, sagte die Polizeisprecherin.

Auch in Aachen kam es in der Nacht zu Samstag zu einem schweren Unfall. Das Unglück mit fünf Toten in Aachen ereignete sich gegen 01.20 Uhr, als auf der Bundesstraße 258 zwei Autos frontal zusammen stießen, teilte die Polizei am Samstag mit. Nebel kann im Gegensatz zur Massenkarambolage auf der A 31 nicht die Ursache für den Unfall gewesen sein. "Hier war es sternenklar", sagte ein Polizeisprecher. Ein Sachverständiger klärt nun, ob eines der Autos viel zu schnell fuhr. Vermutlich habe ein 24 Jahre alter Fahrer die Kontrolle über sein Auto verloren und sei in den Gegenverkehr geraten, teilte die Polizei mit. Der Fahrer selbst, ein 19 Jahre alter Mann und eine 22 Jahre alte Frau kamen in seinem Wagen ums Leben, eine 20 Jahre alte Mitfahrerin erlitt schwere Verletzungen. Fahrer und Beifahrerin des entgegenkommenden Wagens, ein 47 Jahre alter Mann und eine 45 Jahre alte Frau, waren ebenfalls sofort tot. Eine 32 Jahre alte Frau wurde schwer verletzt.

Drei Seelsorger waren vor Ort, um die fassungslosen Zeugen zu betreuen. Ob auch hier Nebel zum Unfall beigetragen haben könnte, ist bislang unklar. Weitere Details zum Unfallhergang gab die Polizei zunächst nicht bekannt. (dapd/dpa)

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