Unglück : 26 russische Touristen bei Busunfall in Israel getötet

Was als unbeschwerter Ausflug durch die Negev-Wüste in Israel begann, endete mit Schrecken: Ein Bus mit 55 Touristen aus Russland stürzte in eine 80 Meter tiefe Schlucht. Mindestens 24 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben.

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Schwerer Busunfall im Süden Israels. -Foto: AFP

Tel Aviv Bei einem schweren Busunglück nach einem Überholmanöver sind in Israel 24 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben von Rettungskräften wurden 33 Menschen zum Teil schwer verletzt. Nach israelischen Medienberichten wurde der Bus in der Negev-Wüste aus einer Kurve geschleudert. Er stürzte dann rund 80 Meter tief in einen Abgrund und blieb in einem Wadi schwer zerstört auf der Seite liegen.

An Bord waren 55 Reisende aus St. Petersburg, die kurz zuvor auf dem Uwda-Flughafen in Süd-Israel gelandet waren und eine Woche Urlaub in Eilat am Roten Meer verbringen wollten. Der Rundfunk berichtete unter Berufung auf die Rettungskräfte, dass bislang 20 Leichen geborgen worden seien. 32 verletzte Touristen seien ins Krankenhaus nach Eilat transportiert worden. Davon hätten 20 Menschen lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Das Krankenhaus rief alle Ärzte auf, sofort zum Dienst zu kommen. Das Schicksal von drei weiteren Personen ist den Angaben zufolge noch nicht geklärt.

Kurvenreiche und gefährliche Strecke

Ein Augenzeuge sagte dem israelischen Rundfunk, der Busfahrer sei auf der kurvenreichen Strecke "gefährlich" und schneller als das Tempolimit gefahren. Er habe versucht, ein anderes Fahrzeug zu überholen und sei dann in den Abgrund gestürzt. Während der Bus sich überschlagen habe, seien Passagiere aus den zersplitterten Fenstern geschleudert worden.

Der israelische Fernsehsender Channel 2 zeigte Bilder vom Unglücksort. Überall lagen Leichen, Verletzte, Busteile sowie Reisegepäck. Krankenwagen rasten zum Ort des Geschehens. Israelische Soldaten leisteten Erste Hilfe. Mehrere Hubschrauber transportierten Verletzte in Krankenhäuser. (sgo/dpa)

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