Unglück : Helfer nach Regaleinsturz tot geborgen

In einem Papiergroßhandel in der Nähe von Halle ist ein Hochregal zusammengebrochen. Einer der Helfer wurde nun tot unter einem riesigen Trümmerhaufen gefunden. Die Suche nach einem verschütteten Firmenmitarbeiter geht weiter.

Hochregal
Im fieberhaften Einsatz: Rettungskräfte in der Papierhalle in Queis. -Foto: ddp

HalleNach dem Zusammenbruch eines riesigen Hochregals in einem Papiergroßhandel in Queis bei Halle ist am Morgen einer der beiden noch verschütteten Menschen tot geborgen worden. Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich bei dem Toten um einen 33 Jahre alten Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW). Unterdessen versuchten die Einsatzkräfte weiterhin fieberhaft, den anderen Verschütteten zu befreien. Der 26 Jahre alte Firmenmitarbeiter liege in der Mitte des meterhohen Trümmerbergs aus Papier und Stahlteilen, sagte ein Polizeisprecher. Zu seinem Gesundheitszustand konnten keine Angaben gemacht werden. Drei Menschen konnten bereits am Mittwoch kurz nach dem Unglück mit zum Teil schweren Verletzungen befreit werden.

Am Mittwochnachmittag war in der Werkshalle das mit etwa 2000 Tonnen Papier beladene Regalsystem in sich zusammengestürzt. Bis zu 200 Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr waren am Ort, um die Opfer unter Papier und verkeilten Stahlteilen zu bergen. Während der dramatischen Aktion setzten die Retter auch mehrere Spürhunde ein.

Nach Unternehmensangaben wurde das Unglück möglicherweise beim Unfall mit einem Gabelstapler ausgelöst, der sich schon am Dienstag ereignet hatte. Der Stapler war in das Regal gefahren, das daraufhin als einsturzgefährdet galt und am Mittwochnachmittag zusammenbrach. Zu diesem Zeitpunkt berieten laut Unternehmen Gewerbeaufsicht und THW über weitere Sicherheitsmaßnahmen. "Mehrere Leute waren an dem Regalsystem, als es dominoartig in sich zusammenrutschte. Das ist alles sehr tragisch, wir stehen unter Schock", sagte ein Unternehmensvertreter. Die genaue Ursache des Unfalls in dem Betrieb mit rund 90 Mitarbeitern sollte von Experten untersucht werden. (mhz/dpa)

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