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Unglück im Münsterland : Zug kollidiert mit Gülletransporter - zwei Tote

In der Nähe von Osnabrück ist ein Zug mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug zusammengestoßen, zwei Menschen kamen dabei ums Leben. 20 weitere wurden verletzt, drei davon schwer.

Zwei Menschen starben bei dem Zusammenstoß der Westfalenbahn mit dem Anhänger.
Zwei Menschen starben bei dem Zusammenstoß der Westfalenbahn mit dem Anhänger.Foto: dpa

Zwei Menschen sind bei einem schweren Zugunglück im Münsterland am Samstag ums Leben gekommen. Ein Regionalzug rammte in Ibbenbüren einen Gülletransporter, der auf einem Bahnübergang liegengeblieben war. Etwa 20 Fahrgäste der Bahn wurden verletzt, drei von ihnen schwer. Insgesamt fuhren etwa 40 Menschen mit dem aus Osnabrück kommenden Zug der Westfalenbahn. Die Toten und Verletzten saßen alle in der Bahn.

„Es ist jetzt die Sache eines Gutachters zu klären, warum sich der Anhänger von der Zugmaschine gelöst hat“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Münster am Montag. Mit dem Ergebnis sei erst in einigen Wochen zu rechnen. Der 41 Jahre alte Lokführer und eine 18-jährige Frau waren in den Trümmern des Zuges ums Leben gekommen.

Wie Jochen Laschke von der Polizei in Steinfurt berichtete, war der mit Gülle beladene Transporter kurz vor Mittag aus unbekannten Gründen auf dem beschrankten Bahnübergang stehen geblieben. Der Fahrer des Traktors habe noch vergeblich versucht, den Führer des herannahenden Zugs zu warnen. Die Bahn kam erst etwa 300 Meter nach dem Bahnübergang zum Halt. Das Unglück ereignete sich um 11.31 Uhr.

„Der Zug ist im vorderen Teil erheblich beschädigt“, sagte der Polizeisprecher. Ein Großaufgebot von Rettungskräften war am Samstag in dem ländlichen Vorort mit der Bergung sowie mit der Betreuung der Verletzten beschäftigt. Ein Leichenwagen stand in der Nähe des Unfallorts. Ein Gemeindezentrum wurde zur Betreuung der Verletzten in Anspruch genommen. Notfallbetreuer, Rettungskräfte, Feuerwehr, Krankenwagen und Polizei waren vor Ort.

Die Insassen des Zuges würden alle noch betreut und von der Feuerwehr „als Verletzte“ eingestuft, sagte der Pressesprecher. (dpa)

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