Unglück in Argentinien : 22 Tote nach Flugzeugabsturz in Patagonien

Beim Absturz eines Verkehrsflugzeugs in der südargentinischen Touristen-Region Patagonien sind alle 22 Insassen ums Leben gekommen.

An Bord der in der Nacht zum Donnerstag verunglückten Propellermaschine seien 19 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder gewesen, teilte die Fluggesellschaft Sol mit. Die genaue Absturzursache war zunächst unklar, ein Augenzeuge sprach von einem vom Himmel herabstürzenden Feuerball. Der Flug Sol 5428 sei in Neuquén in Richtung Comodoro Rivadavia in der Provinz Río Negro gestartet, teilte die private Airline mit. Etwa 45 Minuten später sei die Maschine in einem abgelegenen Gebiet abgestürzt. Unter den Passagieren sei ein Kind gewesen, die Besatzung bestand aus zwei Piloten und einer Stewardess.

Der Flug in der bei Touristen beliebten Region Patagonien sollte den Angaben zufolge knapp zwei Stunden dauern, die Tankfüllung des Flugzeugs reichte sogar für dreieinhalb Stunden. Die Fluggesellschaft kündigte eine Untersuchung der Unglücksursache an. Die Flugaufsichtsbehörde teilte mit, die Piloten hätten ein Notsignal abgegeben, bevor das Flugzeug von den Radarschirmen verschwunden und die Kommunikation abgebrochen sei.

Der Leiter des Krankenhaus der Ortschaft Los Menucos, der sich an dem Rettungseinsatz an der Absturzstelle beteiligte, sagte, überall lägen verbrannte Trümmerteile des Flugzeugs herum. Ein Augenzeuge habe berichtet, dass „eine Feuerkugel in einem Gebiet unweit seines Hauses“ vom Himmel gestürzt sei, fügte Ismal Alí hinzu.

Die Bürgermeisterin von Los Menucos, Isabel Yahuar, sagte, der Bergungseinsatz sei schwierig, weil sich der Absturz in einer entlegenen Gegend in den Ausläufern der Anden ereignet habe. Außerdem erschwere die Eiseskälte in der Region den Einsatz, sagte sie einem örtlichen Fernsehsender.

Der letzte folgenschwere Flugzeugabsturz in Argentinien liegt bereits einige Jahre zurück. 1999 starben beim Unglück einer Maschine der Fluggesellschaft LAPA in der Nähe von Buenos Aires 65 Menschen. (AFP)

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