Unglück in Slowenien : Unister-Gründer bei Flugzeugabsturz gestorben

Der deutsche Internet-Millionär Thomas Wagner ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Er betrieb Internetportale wie "Ab in den Urlaub" und "fluege.de".

Thomas Wagner, Gründer des Leipziger Unternehmens Unister, im Jahr 2012 in Leipzig.
Thomas Wagner, Gründer des Leipziger Unternehmens Unister, im Jahr 2012 in Leipzig.Foto: Jan Woitas/dpa

Der deutsche Internet-Millionär Thomas Wagner ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Der Gründer des Leipziger Internetunternehmens Unister und Betreiber von Webseiten wie Ab-in-den-Urlaub.de stürzte am Donnerstag mit einem Kleinflugzeug in Slowenien ab, wie das Unternehmen am Abend mitteilte. Zu Unister gehören unter anderem die Portale Fluege.de und Ab-in-den-Urlaub.de. Die Mitarbeiter seien tief bestürzt über die Nachricht, erklärte ein Sprecher.

Neben Wagner kamen bei dem Flugzeugabsturz noch drei weitere Deutsche ums Leben, wie die slowenische Nachrichtenagentur STA unter Berufung auf die Polizei berichtete. Die in den USA registrierte Maschine vom Typ Piper 32 stürzte demnach auf dem Weg von Venedig nach Leipzig in der Nähe der slowenischen Stadt Ajdovscina ab. Der Pilot habe zuvor Vereisungsprobleme gemeldet. Als die Rettungskräfte am Unglücksort eintrafen, fanden sie nur noch das ausgebrannte Wrack der Maschine.

Wagner hatte Unister 2002 in Leipzig gegründet, als er noch Student war. Zu dem Unternehmen gehören auch die Online-Börse Auto.de, das Nachrichtenportal News.de sowie Shopping.de oder Partnersuche.de. Nach Unternehmensangaben besuchen monatlich mehr als zehn Millionen Internetnutzer die Webseiten. Unister hat nach eigenen Angaben rund 1200 Mitarbeiter und gehört beim Verkauf von Online-Pauschalreisen und Flugtickets zu den Marktführern in Deutschland.

Unister erklärte, das Unternehmen werde die Nachfolge Wagners "sehr zeitnah" regeln und kommunizieren. Die Geschäftsleitung habe bereits in einer ersten Krisensitzung am Donnerstagabend die Weichen für die Zukunft des Konzerns gestellt. "Wir können Thomas Wagner nicht kompensieren, aber wir werden sein Erbe bestmöglich im Sinne unseres Gründers fortführen", erklärte Konzernsprecher Dirk Rogl. "Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen von Thomas Wagner." (AFP)

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