Uni Bremen : Forscher dürfen Tierversuche vorerst fortsetzen

Etappensieg für die Uni Bremen: Die umstrittenen Versuche mit Affen dürfen vorerst fortgesetzt werden. Doch noch ist alles offen. Jetzt will die Behörde prüfen lassen, wie stark die Tiere tatsächlich bei den Experimenten belastet werden.

Affenforschung
Neurobiologe Andreas Kreiter. Droht seiner Forschung nun das Aus? -Foto: dpa

Bremen Die umstrittenen Affenversuche an der Universität Bremen dürfen vorerst fortgesetzt werden. Das entschied das Verwaltungsgericht Bremen am Freitag. Das Institut für Hirnforschung kann die Experimente weiterführen, aber zunächst nur solange, bis die Bremer Regierung über einen Widerspruch der Uni entscheidet. Das SPD-geführte Gesundheitsressort hatte einen Antrag auf Fortsetzung der Versuche zuvor abgelehnt.

"Das ist ein Etappensieg, aber in der Kernproblematik ist noch nichts entschieden", sagte ein Sprecher der Universität. Im Gesundheitsressort sieht man nach der Entscheidung ein "völlig offenes Verfahren". Die Behörde will nun in einem Gutachten die Belastung für die Tiere bei den Experimenten untersuchen lassen.

Das Verwaltungsgericht erklärte, es sei notwendig, "den Sachverhalt weiter aufzuklären". Im Anschluss daran seien schwierige und bislang nicht abschließend geklärte Rechtsfragen zu beantworten. Bei dem Streit geht es um die Frage, welches Recht Vorrang hat, das Grundrecht auf Forschungsfreiheit oder der verfassungsrechtlich verbürgte Tierschutz. Die Versuche laufen seit 1998. (bai/dpa)

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