UNO : Kanadische Diplomaten im Niger verschwunden

Handys, Kamera und Jacken wurden im Wagen gefunden, von ihren Besitzern fehlt jedoch jede Spur: Zwei kanadische UN-Diplomaten sind im Niger möglicherweise Opfer einer Entführung geworden.

NiameyDer UN-Sondergesandter für den Niger, Robert Fowler, sowie sein ebenfalls für die Uno arbeitender Begleiter Louis Gay seien auf einer ungenehmigten Reise verschwunden, sagte ein Regierungssprecher des westafrikanischen Landes Niger am Montag. Die kanadische Regierung sowie UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bestätigten den Vorfall.
  
Wie der Regierungssprecher sagte, wurde das Fahrzeug von Fowler am Montag nahe Karma im Nordwesten der Hauptstadt Niamey entdeckt. Fowler habe die Hauptstadt am Samstag in Begleitung von Gay sowie eines einheimischen Fahrers ohne Erlaubnis der Behörden verlassen. Im Inneren des Wagens wurden demnach drei Handys, eine Kamera und eine Jacke gefunden. Von Fowler und seinen Begleitern fehle jedoch jede Spur. Dem Regierungssprecher zufolge wurde das Fahrzeug seit Samstag von einem in Togo zugelassen Wagen verfolgt.

Außenministerium zeigt sich "besorgt"
 
Das Außenministerium des Landes äußerte sich am Montag "besorgt" über den Vorfall. Vor seiner Abreise habe Fowler einem Betreuer der Regierung frei gegeben. Daher lägen keine Informationen für den Grund seines Verschwindens vor.
  
Fowler ist nicht auf offizieller Mission im Niger, sondern wollte auf Einladung der Behörden den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jahrestag der Republik beiwohnen. Im Rahmen seiner Arbeit für die Vereinten Nationen war er bereits zweimal in dem Land. Er war von 1995 bis 2000 kanadischer UN-Botschafter und im Anschluss sechs Jahre lang Botschafter in Italien. Im Juli war er zum UN-Sondergesandten für den Niger ernannt worden.
  
Kanadas Außenminister Lawrence Cannon erklärte, die kanadische Regierung stehe mit den Vereinten Nationen sowie den Behörden im Niger im Kontakt, um das Verbleiben der Männer zu klären. UN-Generalsekretär Ban sagte in New York, die Uno habe alle verfügbaren Kräfte mobilisiert, um Informationen über den Vorfall zu bekommen. (nibo/AFP)
  
 

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