Welt : Unwetter, Hitze, lange Staus

München/London - Schwere Unwetter haben in Bayern große Schäden angerichtet. Blitze setzten am Freitagabend mehrere Häuser in Brand. Vielerorts kam es zu Behinderungen im Bahn- und Straßenverkehr. Blitze hatten ein Signalsystem lahmgelegt, in der Folge kam es auf der Strecke München–Augsburg zu erheblichen Verspätungen. Auch im Münchner S-Bahn- Verkehr gab es Verzögerungen. Bei Bränden nach Blitzeinschlägen entstanden Sachschäden von mehreren hunderttausend Euro. Keller wurden überschwemmt, Bäume stürzten auf geparkte Autos, mehrere Straßen und Unterführungen mussten gesperrt werden. In Bayreuth hatte ein Unwetter am Donnerstagabend Schäden von mehr als einer Million Euro verursacht. Unter anderem floss Wasser ins Foyer des Bayreuther Festspielhauses. Die Eröffnung der Wagner- Festspiele am Mittwoch ist aber nicht gefährdet. Auch über Thüringen zog am Freitagabend ein Gewittersturm hinweg, verursachte aber nur kleinere Schäden.

Die Ferien in 14 deutschen Bundesländern haben am Samstag zu dichtem Verkehr und Staus auf Bayerns Fernstraßen geführt. Auch auf den Autobahnen in Österreich und der Schweiz kam es zu Behinderungen.

In Großbritannien wurden zahlreiche Straßen und Bahnstrecken in Süd- und Mittelengland wegen des Unwetters gesperrt. Schulen wurden evakuiert, die Luftwaffe unterstützte Bergungsmaßnahmen mit Helikoptern. Viele Menschen waren in ihren Häusern eingeschlossen oder mussten die Nacht in Notunterkünften verbringen. Am Flughafen London-Heathrow wurden fast 150 Flüge gestrichen.

Die anhaltende Hitzewelle in weiten Teilen Europas fordert immer mehr Opfer. Allein in Rumänien sind seit Wochenbeginn mindestens sieben Menschen an den Folgen der hohen Temperaturen gestorben. In Bulgarien wurde in drei Städten wegen Waldbränden der Notstand ausgerufen. Auch in Griechenland wüten seit Tagen hunderte Feuer.

Im Osten Europas hilft nicht einmal mehr die Flucht in die Höhe. In den Karpaten kletterten die Temperaturen auch in Höhen über 1000 Metern auf mehr als 30 Grad. In 32 von 41 Landeskreisen wurde Hitzealarm ausgelöst. dpa

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