Unwetter : Hurrikan "Dolly" löst sich auf

"Dolly" hat sich an der Grenze zwischen Mexiko und Texas vom Tropensturm zu einem Tiefdruckgebiet abgeschwächt. Bei seinem Weg in das Landesinnere brachte er am Freitag vor allem intensive Regenfälle mit sich. Der Wirbelsturm hat bislang zwei Menschen das Leben gekostet.

Mexiko-StadtWie die Behörden von Tamaulipas mitteilten, starb ein Mann infolge eines Stromschlags, den ein abgerissenes Kabel ausgelöst hatte. An der Küste des Bundesstaates Yucatán wurde nach Zeitungsberichten die Leiche eines Fischers gefunden. Er war gemeinsam mit drei weiteren Männern am vergangenen Sonntag vor der Küste unweit des Badeortes Cancún als vermisst gemeldet worden, als der Wirbelsturm vorbeizog. Die drei Begleiter gelten als verschollen und sind möglicherweise auch umgekommen. In Texas wurde durch die orkanartigen Stürme mindestens ein Mensch verletzt.

Das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) teilte mit, wegen der anhaltenden Regenfälle seien Überschwemmungen "sehr wahrscheinlich". Die Menschen in den betroffen Gebieten im südlichen Texas fürchteten, dass die Dämme den Wassermassen des angeschwollenen Rio Grande nicht standhalten könnten.

Im mexikanischen Matamoros, wo mehrere Viertel unter Wasser standen, waren nach Behördenangaben mehr als 110.000 Einwohner von Überschwemmungen betroffen. Zudem seien 95.000 Menschen in der Stadt durch den Hurrikan von der Stromversorgung abgeschnitten worden.

Über eine Milliarden Dollar Schaden in den USA

"Dolly" war als Hurrikan der Kategorie 2 auf der fünfteiligen Skala am Mittwoch auf die Küste von Südtexas getroffen. Kurz nachdem der Sturm Land erreichte, verlor er allerdings deutlich an Kraft und wurde zu einem Tropenstrum, ehe er sich auflöste.

Laut ersten Schätzungen des auf Risiko-Abschätzung spezialisierten Unternehmens Air Worldwide könnten sich die durch den Sturm verursachten Schäden in den USA auf 300 Millionen bis 1,2 Milliarden Dollar belaufen. In Mexiko schätzte die Firma die Schäden auf etwa ein Viertel dieser Summe. Für 2008 rechnet das NHC mit insgesamt bis zu neun Hurrikanen und zwölf Tropenstürmen.

Die atlantische Hurrikansaison dauert offiziell vom 1. Juni bis zum 30. November. Der erste Sturm des Jahres 2008 mit dem Namen "Arthur" war bereits am 31. Mai auf die mittelamerikanische Küste getroffen. (pb/AFP)

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