Unwetter in der Karibik : 21 Tote durch Hurrikan"Sandy"

Ein Hurrikan hat eine Spur der Verwüstung in der Karibik hinterlassen, insgesamt starben 21 Menschen. Kuba hat es besonders hart getroffen. Doch es gibt noch keine Entwarnung: Zu Beginn der kommenden Woche wird der Sturm im Osten der USA erwartet.

Hurrikan „Sandy“ hat bei seinem zerstörerischen Zug durch die Karibik mindestens 21 Menschen getötet - elf in Kuba, neun in Haiti und einen in Jamaika. 330 000 Kubaner mussten sich im Osten ihres Landes in Sicherheit bringen, als der Hurrikan am Donnerstag mit 175 Stundenkilometern vor allem in den Provinzen Santiago de Cuba und Holguín schwere Zerstörungen anrichtete. Es kam zu Überflutungen in Küstengegenden, Flüsse traten über die Ufer und Häuser stürzten ein. Der Wind habe Bäume und Strommasten umgerissen. Am Abend steuerte der Sturm leicht abgeschwächt über die Bahamas nach Norden.

Allein in der Provinz Santiago de Cuba starben nach Angaben des Zivilschutzes neun Menschen, vier davon beim Zusammenbruch ihrer Häuser. In Haiti, das nur von den Ausläufern des Wirbelsturms getroffen wurde, kamen die Menschen im westlichen Departement Grand Anse durch Erdrutsche um, oder sie ertranken in Überschwemmungsgebieten, wie lokale Medien am Abend berichteten.

New Orleans - Damals und Heute
New Orleans heute: Auf den ersten Blick sieht man der Stadt nicht an, was sie vor fünf Jahren durchgemacht hat. Doch alle Bewohner sind sich einig: Es gibt ein Leben vor und nach Katrina.Weitere Bilder anzeigen
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27.08.2010 12:45New Orleans heute: Auf den ersten Blick sieht man der Stadt nicht an, was sie vor fünf Jahren durchgemacht hat. Doch alle Bewohner...

„Sandy“ brachte in Santiago de Cuba über 4000 Häuser zum Einsturz und beschädigte die Dächer von rund 27 000 Häusern, wie die Behörden Kubas nach ersten Erhebungen mitteilten. In der ganzen Region stürzten Bäume und Strommasten um. Auch die Stadt Holguín wurde von dem Sturm schwer heimgesucht, wie die Zeitung „Juventud Rebelde“ berichtete. Präsident Raúl Castro kündigte an, die Region besuchen zu wollen.

Betroffen war am Donnerstag bereits auch der Süden Floridas, wo heftige Regenfälle niedergingen. Am Flughafen von Miami wurden die Flüge in die Karibik eingestellt.

Hurrikan "Irene"
In Kill Devil Hills in North Carolina sorgt "Irene" für Überschwemmungen.Weitere Bilder anzeigen
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27.08.2011 22:00In Kill Devil Hills in North Carolina sorgt "Irene" für Überschwemmungen.

Nun nimmt der Wirbelsturm “Sandy“ Kurs auf die US-Ostküste. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde peitschte der Hurrikan am Freitag über die Bahamas, wo er Dächer von Häusern abriss, zahlreiche Bäume niedermähte und das Stromnetz lahmlegte.

Der Hurrikan der Kategorie 1 sollte im Verlauf des Freitags die Bahamas hinter sich lassen und in Richtung USA weiterziehen, wo er am Montagabend oder Dienstagmorgen auf Land treffen dürfte. Wegen einer polaren Kaltfront könnte sich “Sandy“ dabei zu einem ungewöhnlich starken Herbststurm entwickeln und zu schweren Schäden an der nördlichen Ostküste der Vereinigten Staaten führen. Im vergangenen Jahr hatte der Hurrikan “Irene“ im US-Bundesstaat New England schwere Schäden angerichtet. (dpa, Reuters)

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