Unwetter in Italien : Flutwelle des Tibers überschwemmt Straßen in Rom

Eine Flutwelle des Tibers hat in Rom mehrere Straßen unter Wasser gesetzt. Der Überschwemmung war tagelanger Regen vorausgegangen. Bei den Unwettern in der Toskana sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen.

Der Tiber in Rom steigt. In der Toscana gab es zuvor schwere Unwetter.
Der Tiber in Rom steigt. In der Toscana gab es zuvor schwere Unwetter.Foto: Reuters

Der Busverkehr wurde in den überfluteten Straßen ausgesetzt. Bei dem am Mittwoch absehbaren höchsten Pegelstand von etwa 13 Metern werden größere Schäden allerdings nicht erwartet. Der Zivilschutz überwacht den Tiber pausenlos, weil Flutwellen schon mehrfach zu Überschwemmungen geführt hatten. Der Fluss hatte am Vortag drei Kähne losgerissen und beschädigt. Bei den Unwettern in der Toskana sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Drei Tote wurden am Dienstagmorgen in einem Auto gefunden, das am Vorabend in der Gegend von Manciano im Süden der Region von einer Brücke gestürzt war, wie Rettungskräfte mitteilten. Ebenfalls in der südlichen Toskana starb am Montag ein 73-jähriger Mann, als er in Capalbio in seinem Wagen von den Fluten weggerissen wurde.

Wegen der Unwetter blieben zahlreiche Straßen und Zugverbindungen in der Region für den Verkehr gesperrt. Die Behörden baten die italienische Armee um Hilfe. Der Zivilschutz in der Toskana gab zudem eine neue Warnung für die Provinzen Florenz, Siena, Grosseto und Arezzo heraus, die bis Mittwochvormittag gelten sollte.

In Venedig ging derweil das Hochwasser zurück. Am Sonntag hatte das „Acqua alta“ 1,50 Meter über dem Normalwert erreicht und die höchste Alarmstufe ausgelöst. Für Mittwoch wurden 85 Zentimeter über normal erwartet, der Pegelstand dürfte bis Ende der Woche weiter sinken. Nach Angaben des italienischen Bauernverbands richteten die Unwetter in den vergangenen Tagen bereits Schäden in Höhe von mehr als 500 Millionen Euro an. (AFP/dpa)

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