Unwetter : Taifun "Jangmi": Zwei Tote in Taiwan

Der 15. Taifun dieses Jahres verlor nach seiner Wüterei in Taiwan an Kraft und verschonte die Küstenregionen Chinas. Die Menschen dort konnten nach Evakuierungen und anderen Maßnahmen aufatmen. In Taiwan allerdings löste "Jangmi" Überschwemmungen und Erdrutsche aus - zwei Menschen starben.

Taiwan
Unwetter in Taiwan. -Foto: dpa

Taipeh/Peking/HanoiDer bisher stärkste Taifun dieses Jahres im Pazifik hat in Taiwan zwei Menschen das Leben gekostet. Zwei weitere galten am Montag noch als vermisst. 58 wurden verletzt, nachdem "Jangmi" Überschwemmungen und Erdrutsche in der Inselrepublik ausgelöst hatte. Der Taifun schwächte sich auf seinem weiteren Weg an der chinesischen Ostküste vorbei zu einem tropischen Sturm ab und verschonte die Küstenprovinzen Fujian und Zhejiang mit seiner vollen Wucht, wie amtliche chinesische Medien berichteten. Durch den Taifun "Hagupit" sind seit Freitag in Vietnam mindestens 42 Menschen ums Leben gekommen. Betroffen war vor allem der Norden des Landes.

Die chinesischen Küstenregionen hatten sich vorsorglich auf den 15. Taifun dieses Jahres vorbereitet und nach amtlichen Angaben 460.000 Menschen aus tief liegenden Gebieten in Sicherheit gebracht. Auch waren 76.000 Boote in die Häfen zurückbeordert worden. Doch brachte der Sturm nur starke Niederschläge und heftige Winde.

Taiwan: Mann in Reisfeld ertrunken

In Taiwan dauerten am Montag noch heftige Regenfälle an. Eine 18- Jährige stürzte tödlich vom Motorrad als während des Sturmes ein Kabel von einem Masten abriss und sich um ihren Kopf wickelte. Ein 82-Jähriger wurde von seinem Motorrad von der Straße geweht und ertrank in einem überschwemmten Reisfeld. Die am Wochenende unterbrochenen Eisenbahn- und Flugverbindungen in Taiwan wurden am Montag zum Teil wieder aufgenommen.

In Vietnam wurden 61 Menschen nach Behördenangaben durch die Folgen des Wirbelsturms "Hagupit" verletzt. Erdrutsche und Überschwemmungen zerstörten zahlreiche Dörfer und töteten unzählige Viehbestände. Durch "Hagupit" waren zuvor auf den Philippinen acht und in China 17 Menschen ums Leben gekommen. (saw /dpa)

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