Welt : Urlaub in Spanien: Vamos a la playa

Fabian Leber

Spanien ist für viele Deutsche immer noch das beliebteste Reiseland - allen Unkenrufen vom billigen Massentourismus zum Trotz. Und die Spanier haben in den vergangenen Jahren einiges getan, um ihr Image zu verbessern. Mit Erfolg: Zumindest bei der Wasserqualität gehört die iberische Halbinsel zur europäischen Spitzengruppe. Im vergangenen Jahr setzte sich der Trend der 90er Jahre fort: Die Küstengewässer wurden sauberer. 98,1 Prozent der Strände erfüllten die Mindeststandards der EU-Kommission hinsichtlich Bakterien und Schadstoffen. Grafik: Baden in Spanien Allerdings gibt es auch schwarze Flecken auf der weißen Badeweste: Drei Küstenstrände auf den Kanaren wurden im Jahr 2000 mit einem Badeverbot belegt - Tazacorte auf La Palma, Galdar (Gran Canaria) und Puerto del Rosario (Fuerteventura). Auch in Motril an der Costa del Sol dürfen Urlauber nicht ins Wasser. Ein weiterer Kritikpunkt: Spanien ist der einzige EU-Staat, der noch Badegebiete ausweist, an denen keine Proben entnommen werden.

Die besten Badestrände finden sich trotz dieser Einschränkungen dort, wo die meisten Touristen sind: Auf Mallorca, den Kanaren, an der Costa Blanca und der Costa del Sol. Teneriffa, Lanzarote und Gomera sind durchweg empfehlenswert. Auch auf Mallorca gibt es mit Port Soller und Port de Andratx nur noch zwei Orte, an denen die Wasserqualität nicht ausreicht.

Nur durchschnittlich schneiden in dem EU-Report die Flüsse und Seen in Spanien ab. Trotz der bereits bescheidenen Ergebnisse der Saison 1999 ist die Sauberkeit weiter gesunken. Nur knapp ein Drittel der Binnengewässer erfüllen die empfohlenen Grenzwerte. Die meisten Touristen allerdings bevorzugen in Spanien ohnehin das Spiel mit den Meereswellen.

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