Urteil : 21-Jähriger zündet Mann an - Gefängnis

Für seine brutale Rache muss ein 21-Jähriger nun doch ins Gefängnis. Er hatte einen Gleichaltrigen mit Benzin übergossen und angezündet. Das Kölner Oberlandgericht hob die Bewährungsstrafe auf, und er ist nicht der einzige, der ins Gefängnis muss.

Köln Ein 21-Jähriger hat aus Rache wegen eines missglücktem Drogengeschäfts einen gleichaltrigen mit Benzin übergossen und angezündet. Dafür war er genau wie drei weitere Angeklagte zunächst mit einer Bewährungsstrafe davongekommen. Das Oberlandgericht in Köln rügte das Urteil des Jugendschöffengerichts und verwies den Prozess zur Neuverhandlung an das Landgericht.

Dieses hat den 21-Jährigen am Donnerstag zu einer Jugendstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. Ein 19-Jähriger, der sein Feuerzeug für die Brandattacke hergegeben hatte, wurden zu zweieinhalb Jahren verurteilt. Zwei weitere Angeklagte im Alter von 20 Jahren bekamen Jugendstrafen von jeweils 21 Monaten auf Bewährung. Nach Angaben des Gerichts ging es bei der Tat um Unstimmigkeiten über Drogengeschäfte und einen Beziehungsstreit.

Dem Opfer, das sich vor der Attacke nackt ausziehen musste, war es aus eigener Kraft gelungen, die Flammen durch Umherwälzen auf dem Waldboden zu ersticken. 40 Prozent der Hautoberfläche des jungen Mannes sind verbrannt - er wird bis an sein Lebensende unter eingeschränkter Bewegungsfreiheit und unter Brandnarben leiden. Obwohl er schon viele Operationen über sich ergehen lassen musste, sind weitere Eingriffe nötig. (jg/dpa)

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