Urteil aus der Provinz : Wilder Sex auf Motorhaube hat ein Nachspiel

Wilder Sex auf der Motorhaube hat für ein Pärchen ein Nachspiel. Es muss dem PKW-Besitzer Schadenersatz zahlen. Der Sex war so wild, dass das Auto kaputt ging. Es war bereits der zweite Prozess um das Liebesspiel aus dem vergangenen Dezember.

Rupert Beer, Tubabläser der vom Franken-Fasching bekannten "Altneihauser Feierwehrkapell'n".
Rupert Beer, Tubabläser der vom Franken-Fasching bekannten "Altneihauser Feierwehrkapell'n".Foto: dpa

Im juristischen Nachspiel um wilden Sex auf der Motorhaube eines Autos hat ein Pärchen in der Oberpfalz am Mittwoch endgültig eine Niederlage erlitten. Vor dem Amtsgericht Weiden stimmten die Rechtsvertreter der beiden und der Besitzer des durch das Liebesspiel beschädigten Autos rechtskräftig einem Vergleich zu. Das Paar muss laut einem Gerichtssprecher gut 2400 Euro für den Schaden sowie mehrere tausend Euro Gerichtskosten zahlen.

Es war bereits der zweite Prozess um das Liebesspiel aus dem vergangenen Dezember. Gegen den Vergleich im ersten Verfahren war die Versicherung des Pärchens vorgegangen - diese konnte sich nicht vorstellen, dass durch den Sex so massive Schäden entstehen können.

Unglaublich wild

Das Auto hatte einen Riss in der Motorhaube, eine abgebrochene Stoßstange und ein herunterhängendes Kennzeichen.

Mit einem ungewöhnlichen Gutachten belegte in der Neuauflage nun aber ein Kfz-Sachverständiger die Schadensursache: Er verpasste dem beschädigten Auto eine neue Motorhaube und engagierte ein anderes Pärchen von vergleichbarem Körpergewicht, um das in verschiedenen Stellungen durchgeführte Treiben nachzustellen. Die etwa 70 Kilo schwere Frau nahm dabei die Position auf dem Auto ein. Das Gutachten ergab nach den Worten des Gerichtssprechers eindeutig, dass die Beschädigungen von dem Sex herrühren - die Versicherung habe deshalb schließlich dem Vergleich zugestimmt.

Schon im Garten haben sie sich die ersten Kleider vom Leib gerissen

Der Mann und die Frau sich im vergangenen Dezember in Neuhaus im Landkreis Neustad an der Waldnaab in einer Gaststätte kennengelernt und sich stark voneinander angezogen gefühlt. Beide zogen durch den Garten des neben der Gastwirtschaft lebenden Autobesitzers, brachen dessen Garage auf und vergnügten sich schließlich auf dessen Auto.
Auf die Spur der beiden kam die Polizei sehr schnell: Sie hatten sich noch im Garten die ersten Kleidungsstücke vom Leib gerissen.
Darunter eine Jacke, in der das Handy und der Schlüsselbund des Mannes waren. (AFP)

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