Urteil : Frau erstochen und geköpft

Das Hamburger Landgericht hat einen Familienvater in die Psychiatrie eingewiesen, weil er seine Frau erstochen und dann geköpft hatte. Nach Auffassung der Richter war der Mann schuldunfähig.

Hamburg - Der Mann hatte die 39-Jährige im März in der gemeinsamen Wohnung durch zahlreiche Stiche mit einem Küchenmesser getötet, anschließend den Kopf vom Rumpf getrennt und den abgetrennten Schädel dann zu einer Tankstelle gebracht. Dort forderte der 40-Jährige die Mitarbeiter auf, die Polizei zu rufen.

Der Vorsitzende Richter sprach von einer "unfassbaren, schrecklichen Tat". Der Mann müsse in die Psychiatrie eingewiesen werden, weil er eine Gefahr für die Allgemeinheit darstelle. Auch die Staatsanwaltschaft war davon ausgegangen, dass der Mann wegen einer schizophrenen Psychose schuldunfähig war, als er die Tat beging.

Die Polizei hatte den 40-Jährigen noch an der Tankstelle festgenommen. Danach hatten die Ermittler in dessen Wohnung den Torso der getöteten Ehefrau entdeckt. Auch fanden die Beamten in der Wohnung die zwei Töchter des Mannes, die damals sechs und 13 Jahre alt waren. Zur Tatzeit hatten sie in ihren Zimmern geschlafen. Der Anblick der enthaupteten Mutter blieb ihnen erspart. (tso/AFP)

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