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US-Bundesstaat South Carolina : Weißer erschießt neun Schwarze in Kirche

Ein weißer Mann hat in der Kirche einer schwarzen Gemeinde in Charleston in den USA um sich geschossen und neun Menschen getötet. Der Täter ist auf der Flucht.

Ein Polizist sperrt den Tatort der Schießerei in Charleston ab.
Ein Polizist sperrt den Tatort der Schießerei in Charleston ab.Foto: dpa/EPA/Richard Ellis

In einer Kirche in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina sind am Mittwochabend (Ortszeit) neun Menschen erschossen worden. Das gab der örtliche Polizeichef in Charleston in der Nacht zum Donnerstag auf einer Pressekonferenz bekannt.

Ein weißer Mann habe in dem von Schwarzen besuchten Gotteshaus das Feuer auf Menschen eröffnet, die zu einer Bibelstunde zusammengekommen seien. Acht Menschen seien am Tatort gestorben, ein weiteres Opfer sei im Krankenhaus gestorben. Ein Mensch liege schwer verletzt im Krankenhaus.

Die Polizei sucht nach dem flüchtigen Täter. Es handele sich um einen 20 bis 25 Jahre alten Mann weißer Hautfarbe, der sich vor der Bluttat etwa eine Stunde in der Kirche in Charleston aufgehalten habe. „Das ist eine sehr gefährliche Person“, warnte Polizeichef Gregory Mullen. Die Polizei veröffentlichte ein Foto des mutmaßlichen Täters, der noch nicht identifiziert sei.

Völlig unklar seien die Motive hinter der Tat. „Das ist eine Tragödie, die wir durchmachen.“ Ungeklärt sei auch, ob der Täter es bei seiner Bluttat gezielt auf einzelne Menschen abgesehen hatte. Laut Polizei starben bei der Tat drei Männer und sechs Frauen. Ein unbekannter Anrufer hatte in der Umgebung der Kirche fast zeitgleich eine Bombendrohung ausgesprochen. Die Tat ereignete sich in der Emanuel African Methodist Episcopal Church, einer der ältesten Kirchen der schwarzen Gemeinden in Charleston. (AFP, dpa)


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