• US-Präsidentschaftsbewerber und Milliardär: Ein Milliönchen vom Vater half Donald Trump

US-Präsidentschaftsbewerber und Milliardär : Ein Milliönchen vom Vater half Donald Trump

"Ich hatte es nicht leicht", sagte Donald Trump. Sein Vater hatte ihm mit nur einer Millionen Euro den Start ins Immobiliengeschäft ermöglicht. Jahre später trauert der Republikaner Gaddafi und Hussein hinterher.

Nur ein Bisschen geholfen. Eine Millionen Dollar bekam der Republikaner Donald Trump von seinem Vater für den Berufseinstieg.
Nur ein Bisschen geholfen. Eine Millionen Dollar bekam der Republikaner Donald Trump von seinem Vater für den Berufseinstieg.Foto: dpa

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber und Milliardär Donald Trump hat sich bei einem Wahlkampfauftritt an seine angeblich bescheidenen Anfänge erinnert: "Ich hatte es nicht leicht", sagte der Immobilienunternehmer bei dem Auftritt am Montag in New Hampshire. Doch ein "kleiner" Kredit seines Vaters über eine Million Dollar habe ihm beim Einstieg ins Berufsleben geholfen.

In Manhattan habe er damit begonnen, Immobilien zu kaufen, und riesigen Erfolg gehabt. Trump unterstrich, dass er seinem ebenfalls im Immobiliengeschäft tätigen Vater Fred Trump den Kredit mit Zinsen habe zurückzahlen müssen. Außerdem sei eine Million Dollar nicht viel im Vergleich zu dem, was er aufgebaut habe. Trump verfügt nach eigenen Angaben über ein Vermögen von 10 Milliarden Dollar, das "Forbes"-Magazin schätzt ihn dagegen auf 4,5 Milliarden.

Trump trauert Machthabern wie Gaddafi und Hussein hinterher

Der Sturz des irakischen Machthabers Saddam Hussein und die Tötung des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi sind nach Ansicht von Donald Trump ein Grund für die instabile Lage in den beiden Ländern. "Menschen werden enthauptet. Sie werden ertränkt. Heute ist es viel schlimmer als es unter der Herrschaft Saddam Husseins oder Gaddafis jemals war", sagte Trump am Sonntag in der Sendung "State of the Union" des US-Senders CNN. Auf die Frage, ob die Welt ein besserer Ort wäre, wenn Saddam Hussein und Gaddafi noch an der Macht wären, antwortete der Geschäftsmann: "zu hundert Prozent".

Saddam Hussein, der wie Gaddafi Gräueltaten gegen die eigene Bevölkerung beging, wurde 2003 durch eine US-geführte Invasion entmachtet und drei Jahre später hingerichtet. Gaddafi wurde vor vier Jahren gestürzt und getötet. In Libyen herrsche heute ebenso Chaos wie im Irak, in Syrien und "im gesamten Nahen Osten", sagte Trump. Die Lage sei explodiert, Schuld daran seien US-Präsident Barack Obama und die frühere Außenministerin Hillary Clinton, die Favoritin für die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten. Der Irak sei zu einem "Trainingslager" für Extremisten, einem "Harvard des Terrorismus" geworden, erklärte Trump.

Er wolle Saddam Hussein nicht in Schutz nehmen, versicherte der Milliardär. "Er war ein schrecklicher Kerl." Die Lage im Irak sei damals aber besser gewesen als heute. Zum Kern seiner außenpolitischen Strategie erklärte Trump in dem Interview die Stärkung des Militärs. "Wir leben in mittelalterlichen Zeiten. Wir leben in einer unglaublich gefährlichen und schrecklichen Welt", sagte der politische Quereinsteiger, der das Bewerberfeld bei den Republikanern laut Umfragen anführt. "Die Trump-Doktrin ist einfach: Sie bedeutet Stärke. Niemand wird sich mit uns anlegen. Unser Militär wird gestärkt werden." (AFP)

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