US-Studie : Geld macht zufriedener - bis 75.000 Dollar

Geld macht einer Studie zufolge zufriedener, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Die Lebensqualität für einen Haushalt steigt nur bis zu einem Jahreseinkommen von 75.000 Dollar (knapp 60.000 Euro) an.

Geld macht zufriedener - aber nur bis zu einem bestimmten Jahreseinkommen.
Geld macht zufriedener - aber nur bis zu einem bestimmten Jahreseinkommen.Foto: dpa

Danach macht mehr Geld das Leben nicht mehr besser, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie der US-Universität Princeton hervorgeht. Die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben und das emotionale Wohlbefinden steige zunächst konstant an, schreiben die Autoren. "Aber es gibt keinen weiteren Fortschritt nach einem Jahreseinkommen von rund 75.000 Dollar."

Auch nach der Schwelle von 75.000 Dollar, die einem monatlichen Nettoeinkommen von umgerechnet knapp 5000 Euro für einen Haushalt entspricht, schätzten zwar viele Menschen bei einer Einkommensteigerung ihr Leben besser ein als zuvor. Sie empfänden dann aber trotzdem weder mehr Glück noch hätten sie weniger Stress.

"Vielleicht sind 75.000 Dollar auch eine Schwelle, über der es den Menschen nicht mehr möglich ist, das zu tun, was am meisten zählt für ihr emotionales Wohlbefinden: Zeit mit der Familie verbringen, Krankheit und Schmerz vermeiden oder die freie Zeit genießen", schreiben die Autoren, die Ökonomen Angus Deaton sowie der Wirtschaftsnobelpreisträger des Jahres 2002, Daniel Kahnemann.

In den USA verfügt rund ein Drittel aller Haushalte über ein Jahreseinkommen von mehr als 75.000 Dollar. Für die Studie, die in erster Linie die Situation in den USA abbildet, zogen die Autoren rund 450.000 Antworten von US-Bürgern aus den Jahren 2008 und 2009 heran. Das Meinungsforschungsinstitut Gallup befragt dabei täglich
1000 US-Bürger zur ihrem Wohlbefinden.

Die Studie bestätigt zudem den Zusammenhang zwischen geringem Einkommen und Unglück. "Ein geringes Einkommen verschärft den emotionalen Schmerz, der Unglücke wie Scheidung, Krankheit oder Einsamkeit begleitet", schreiben die Autoren in der Studie. (AFP)

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