USA-Gründungsfeiern : Die Queen besucht Jamestown

Die britische Königin Elizabeth II. und ihr Ehemann, Prinz Philip, wollen den Feiern zur Gründung der Vereinigten Staaten vor 400 Jahren Glanz verleihen. Das Königspaar wird in Jamestown erwartet.

Washington - In Jamestown waren am 14. Mai 1607 mit winzigen Schiffen 104 Siedler angekommen und hatten die erste dauerhafte englische Ansiedlung in der Neuen Welt gegründet. Auf dem Plan der Queen stand außerdem ein Treffen mit Studenten im William Mary College, der zweitältesten Universität der USA. Den Hinterbliebenen des Amoklaufes an der Technischen Universität von Blacksburg (Virginia) hatte Königin Elizabeth bereits kurz nach ihrer Ankunft am Donnerstag ihr Beileid ausgesprochen. Prinz Philip, der früher selbst Marineoffizier war, wollte unterdessen am Freitag den US-Marinestützpunkt in Norfolk besuchen.

Bei der Ankunft des britischen Königspaares in der früheren englischen Kolonie Virginia hatten sich am Donnerstag Tausende von Schaulustigen versammelt. Kinder hatten Blumensträuße überreicht. Eine Gruppe Indianer führte vor den Stufen zum Kapitol, dem Parlamentssitz, einen traditionellen Tanz auf. Die Monarchin trug ein grau-lila Kostüm mit lachsfarbenen Streifen und Hut. Zum Abschluss des ersten Besuchstages hatten sich die Königin und Prinz Philip in einer Kutsche durch das historische Williamsburg ziehen lassen - Virginias Hauptstadt, bevor der damalige Gouverneur Thomas Jefferson und der Kongress während der Revolution vor den Briten nach Richmond flohen.

Es ist der vierte Besuch von Queen Elizabeth II. in den USA und der erste seit 16 Jahren. Auch in Virginia selbst war Elizabeth II. vor fast genau 50 Jahren schon einmal - als das 350-jährige Jubiläum der ersten dauerhaften britischen Siedlung begangen wurde. Seither haben Ausgrabungen des Chefarchäologen von Virginias Archäologie- Behörde APVA, William Kelso, den Standort der hölzernen Wehranlage von Jamestown ermittelt. Mehr als eine Million Fundstücke - Münzen, Keramik, Werkzeuge, aber auch Skelette der Siedler - haben die Forscher zu einem historischen Puzzle des Ortes zusammengesetzt. Die historischen Zeugnisse sind inzwischen in einem eigens dafür erbauten Museum untergebracht. (tso/dpa)

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