USA : Hinrichtung in letzter Minute gestoppt

Anwalt des Verurteilten macht rechtliche Bedenken gegen Todesspritze geltend.

Washington/Miami - Buchstäblich in letzter Minute hat der Oberste Gerichtshof der USA am Dienstagabend eine Hinrichtung in Florida gestoppt. Der zum Tode verurteilte Arthur Rutherford (56) hatte geltend gemacht, die in Florida verwendete Giftspritze stelle eine von der Verfassung verbotene grausame Strafe dar, wie die Zeitung «Miami Herald» am Mittwoch berichtete. Seine Anwälte bezogen sich auf eine neue Studie, wonach die in der Spritze verwendeten Chemikalien mehr Schmerzen verursachen als bislang angenommen. Unter anderem komme es vor dem Herzstillstand zu massiven Muskelkrämpfen.

Das Oberste Gericht stoppte die Exekution Minuten vor der Vollstreckung. Die Töchter hatten sich bereits von ihrem Vater verabschiedet. Ein Berufungsgericht soll sich nun mit dem Antrag Rutherfords beschäftigen. Der Handwerker war verurteilt worden, 1985 eine Kundin in ihrer Badewanne ermordet zu haben. Er beteuert seine Unschuld. (tso/dpa)

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