USA : Mysteriöser Fall um Clark Rockefeller wohl gelöst

Der unter Mordverdacht stehende Mann, der sich in den USA als Clark Rockefeller ausgibt, ist offenbar ein Deutscher. Die Polizei von Los Angeles ist sich sicher, dass der mutmaßliche Mörder aus Bayern kommt. Nur "Rockefeller" sieht das anders.

Rockefeller
"Clark Rockefeller" heißt mir richtigem Namen Christian Karl Gerhartsreiter und stammt aus Bergen im Chiemgau. -Foto: dpa

Los AngelesFür die Polizei im Bezirk Los Angeles steht jetzt fest: Der Mann, der sich in den USA als "Clark Rockefeller" ausgegeben hat, ist ursprünglich ein Deutscher und stammt aus Bayern. Wie die "Los Angeles Times" am Dienstag berichtet, ist der Mann durch zahlreiche Zeugenaussagen als Christian Karl Gerhartsreiter identifiziert worden. Er gilt - wie es offiziell heißt - als "Person von Interesse" im Fall eines vor 23 Jahren in Kalifornien auf mysteriöse Weise verschwundenen und vermutlich ermordeten Ehepaars. Gerhartsreiter soll damals unter dem Namen Christopher Chichester im Gästehaus des Paares gewohnt haben.

Die US-Behörden waren dem Verdächtigen auf die Spur gekommen, nachdem er laut US-Medienberichten seine siebenjährige Tochter entführt hatte. Anfang August wurde er vom FBI in Baltimore verhaftet. Seitdem hatte die Polizei versucht, seine wahre Identität zu ermitteln. "Es gab viele Leute, die uns gesagt haben: 'Kein Zweifel, das ist er'", zitiert die Zeitung "Boston Herald" Sheriff Paul Becker aus Los Angeles.

Nach Angaben von "Rockefellers" Anwalt Stephen Hrones kann sich sein Klient an keine Geschehnisse vor 1993 mehr erinnern. Zum Verschwinden des Ehepaars habe sein Mandant gesagt, er sei kein Gewalttäter und habe niemals jemanden getötet. "Rockefeller" verstehe zwar Deutsch, aber er habe niemals in Deutschland gelebt und dort auch keine Verwandten. (dw/dpa)

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